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Wie Computer Simulationen das eigene Leben beeinflussen können

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25.11.2019 - Es muss bei der Auswahl der Spiele ja nicht immer Sport- oder Ballerspiel sein, scheint es aber oft zu tun. Mit Bezug vielleicht auf den Hype, mit dem der 2020 auf den Markt kommende, neueste Teil der "Age of Empires" Reihe aktuell bedacht ist, sollte man sich vermehrt die Frage stellen, ob es nicht auch Gutes und Spannendes jenseits der Fussballfelder und Schützengräben gibt.

Besonders jene Spiele, bei denen man noch was lernen kann – ohne dabei zu bemerken, dass das Spiel einen Lehrgedanken hat. So wie etwa Computer Simulationen, entweder offline oder online auf dem mobilen Gerät. Perfekt übrigens, wenn man in der Pause schnell mal kurz ein wenig spielen möchte. Uns scheint im Laufe der Jahre ein wenig der Sinn für die Neugierde abhanden gekommen zu sein. Anders lässt es sich nicht erklären, wieso der Trend immer seltener Richtung guter Simulation geht. Natürlich trifft dies nicht auf alle Branchen zu. In der Brettspielwelt etwa kann man sich vor guten – und weniger guten – Simulationen zu jedem erdenklichen Thema kaum noch retten; bei Spielen am PC oder auf mobilen Geräten aber ist dies ganz was anderes. Dabei erlauben die Welten hier immer wieder, dass man in fremde und neuartige Zeiten eintauchen darf.

Aufbau im Mittelalter

Es mag vielleicht zunächst ein wenig fad klingen: Bäume fällen und Beeren sammeln, um Häuser zu bauen und die Bevölkerung zu ernähren. Aber hier werden klassische Beispiele einer Gesellschaft demonstriert. Sei es etwa, dass damals im Mittelalter jeder Teil der Gesellschaft mitanpacken musste, um die Burg oder das Dorf zu verteidigen. Die Zivilbevölkerung sah sich als passiver Teil der Soldaten, die wiederum auf die Schmiede und Pferdezüchter angewiesen waren. So griff ein System ineinander, bei dem alle ihre Rolle kannten. Dies heute zu spielen sollte für viele Menschen eine Neuheit darstellen und gleichzeitig aufzeigen, wie kompakt diese archaischen Gruppen schon damals waren. Denn auch damals gab es schon jene, die ihr Glück im Casino gesucht haben, also in der mittelalterlichen Version davon. Und andere, die nicht nur im Stall arbeiten, sondern die Welt bereisen wollten. Zwar waren diese Dinge zu der damaligen Zeit nur begrenzt möglich, aber genau dies macht den Spielcharme aus.

Was viele Spieler überzeugt ist die Authentizität der Spiele, besonders im Bezug auf Aufbau und Verwaltung. So muss man beispielsweise Holz abbauen, um Wohnungen zu bauen, wenn es keinen ausgebildeten Steinmetz gibt. Man lebt also tatsächlich mit den Ressourcen die die jeweilige Landschaft bietet. So etwa lernt man bei Spielen in und aus Island, wie schwer die Landwirtschaft ist. Zugegeben, es ist nicht unbedingt für jeden Spieler immer die richtige Alternative – besonders wenn man schon früher nicht gerne Catan gespielt hat – aber mit der passenden Einstellung kann man eine Menge Spaß haben. Zumal die Belohnungen einer glücklichen Gesellschaft Grund genug sein dürften, sich Mühe zu geben.

Freunde und Feinde

Natürlich machen bei diesen Spielen nicht nur die Ernährung und Verwaltung der Bevölkerung Spaß, sondern auch das systematische Erkunden und Erforschen der Karte – immer auf der Suche nach neuen Freunden oder Feinden, denen man sich mit der Armee stellen kann. Diplomatie wird hier immer noch großgeschrieben und ist eine Tugend, die man auch heute besser nicht vergessen sollte. Wer sich auf die falschen Freunde einlässt, kann also ganz schnell ins Hintertreffen gelangen. Und wenn man dann auf einmal alleine dasteht und keine Verbündeten mit guter und kräftiger Armee mehr vorweisen kann, dann ist sie vorbei, die Zeit der friedvollen Erkundung.

Viele Welten

Dass es dabei nicht immer nur um das Mittelalter oder Inselleben gehen muss ist klar. Auch neuere Zeiten werden in guten Simulationen beleuchtet und immer öfters für das mobile Spielen optimiert. Das Leben im Untergrund oder als kriminelle Vereinigung ist als Simulation ähnlich spannend wie der Aufbau von archaischen Kulturen in Ägypten. Auch wenn das Prinzip meist auf ähnlichen Voraussetzungen besteht. So kann man auf dem Weg zur Arbeit oder abends nach dem Essen kurz mal abspannen und ein wenig Zeit mit der virtuellen Bevölkerung verbringen. Sicherlich erlernt man dabei noch das Ein oder Andere über sich selbst. Zum Beispiel, dass man doch lieber Fussball spielt, wer weiß.

  • Quelle: Redaktion

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