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Fördern Strategiespiele die strategischen und logischen Fähigkeiten?

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08.11.2019 - Strategiespiele sind sehr beliebt. Meistens sind es Spiele für den PC oder die Konsole, aber durchaus auch Brettspiele. Sie beruhen auf langfristigen Planungsvorgängen, die zu Erfolgen oder Niederlagen führen. Daher stellt sich die Frage: Welche Fähigkeiten werden für das Spielen von strategischen Spielen benötigt und inwiefern werden strategische und logische Fähigkeiten beeinflusst?

Aufbau eines Strategiespiels

Es gibt eine große Vielzahl an Strategiespielen, die auf zwei verschiedene Weisen unterschieden werden. Einerseits gibt es rundenbasierte strategische Spiele, andererseits wird von Echtzeit-Strategiespielen geredet. Bei rundenbasierten Strategiespielen wird abwechselnd und nacheinander ein Zug durchgeführt. Einige Spiele, die auf Runden basieren, enthalten zudem lückenfüllende Planungsmöglichkeiten, damit Wartezeiten verkürzt werden. Dadurch gibt es innerhalb dieser Spiele kaum bis gar keinen Zeitdruck, sodass Aktionen gründlich durchdacht werden können. Zu dieser Art der Spiele gehört die wohl bekannteste Spielreihe „Sid Meier"s Civilization". In mittlerweile sechs Teilen geht es für den Spieler in einem rundenbasierten Kriegsszenario um strategische Kooperationen, Weiterentwicklungen des eigenen Reiches und die Verdeutlichung und Stärkung der Machtverhältnisse.

Im Gegensatz zum Echtzeit-Strategiespiel sind rundenbasierte Spiele nach dem starren Rundenprinzip aufgebaut. Beginn und Ende sind klar gekennzeichnet, sodass zwischen zwei Runden eine Pause entsteht, in der der Spieler sich erholen kann. Echtzeit-Strategiespiele werden dagegen online gespielt. Alle Spieler agieren gleichzeitig, sodass Zeitdruck entsteht. Andererseits wird das gesamte Spiel durch schnelle Handlungen vereinfacht und auf das Gröbste reduziert. Besonders bekannt sind in diesem Gebiet Ego-Shooter. Es gibt sogar Counter-Strike Wetten, die um die Niederlage oder den Sieg eines Spielers wetten. Auch wenn sich die Arten der Spiele unterscheiden, gibt es grundsätzliche Fähigkeiten, die für erfolgreiches Spielen von Vorteil sein können.

Welche Fähigkeiten brauchen Gamer für erfolgreiches Spielen eines Strategiespiels?

Unabhängig von der Art und des Aufbaus des Strategiespiels sollte Interesse für die Inhalte vorhanden sein. Weil besonders die rundenbasierten Spiele schwierig und umfangreich werden können, sollte sich der Spieler gut mit den Gegebenheiten und Regeln auseinandersetzen. Das klappt am besten, wenn der Spieler direkt in das Spiel eintaucht.

Es gilt: Übung macht den Meister. Wer sich gründlich mit den Inhalten, Regeln und Vorkommnissen auseinandergesetzt hat, kann individuelle Strategien und Taktiken entwickeln. Das ist nicht immer so einfach und erfordert Zeit. Zum einen sollte der Spieler vorausschauend denken bzw. handeln können:

  • Was könnte auf den nächsten Spielzug folgen?
  • Was könnte der Gegner tun?
  • Gibt es alternative Möglichkeiten?

Mutmaßungen können am Anfang in die Irre führen, helfen aber dennoch beim Erlernen des Spiels. Auch Strategische und logische Fähigkeiten werden dadurch automatisch weiterentwickelt. Für die erste Motivation überhaupt erst mit einem Spiel dieser Art anzufangen, sollte eine gewisse Basis dieser Fähigkeiten vorhanden sein.

Wenn Echtzeit-Strategiespiele in den Fokus rücken, spielt außerdem Schnelligkeit und somit schnelles, aber dennoch gutes Handeln eine Rolle. Der Spieler muss daher mit Drucksituationen umgehen können und Spielinhalte mühelos und ohne große Bedenkzeit beherrschen. Dazu gehören auch motorische Fähigkeiten, um Spielzüge gut durchdacht durchführen zu können.

Fazit

Inwiefern werden strategische und logische Fähigkeiten durch das Spielen von Strategiespielen beeinflusst?

Im allgemein darf und kann jede Person sich mit Strategiespielen auseinandersetzen, auch wenn Fähigkeiten nicht direkt beherrscht werden und ein Überblick im Spiel fehlt. Es geht um den Willen, sich zu verbessern und die Möglichkeit zu öffnen, neue Welten zu entdecken. Dennoch vereinfacht eine bereits bestehende Basis das Einfinden in ein solches Spiel. Es gibt zwangsläufig eine Auseinandersetzung mit bestehenden Strategien. Regeln müssen beachtet und Teams unterstützt werden. Dieser „Zwang" mit der Beschäftigung mit Spielinhalten und Runden führt außerdem dazu, dass sich der Spieler in der Regel in seinen strategischen Fähigkeiten verbessert. Das erfolgt jedoch nur unter der Bedingung, wenn der Spieler eine gewisse Selbst- und Fremdreflexion durchführen kann. Eine Bewertung eigener Fähigkeiten erhöht die Erfolgschance in Zukunft bessere Spielzüge machen zu können. Logische Kompetenzen werden in Spielen dieser Art auf nur eine bestimmte Weise trainiert – und zwar bezogen auf das Spiel selbst. Wer mit der Zeit eine Verbesserung in einem Spiel feststellt, wird dadurch nicht plötzlich zum logisch denkenden Mathegenie.

Was heißt das? Für den Spieler von Strategiespielen gilt grundsätzlich, dass logische Fähigkeiten und taktische Züge besser werden. Das bezieht sich größtenteils aber nur auf das Spiel selbst. Im Alltag wird davon vermutlich nicht viel zu merken sein. Beim Spielen sollte aber sowieso der Spaß immer an erster Stelle stehen..

  • Quelle: Redaktion

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