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Ein kompakter Ratgeber zum Mainboard - das Motherboard im Gaming-PC

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03.04.2021 - Das Mainboard ist die Hauptplatine eines jeden Rechners. Und während wir alle beim Gaming-PC gerne die Taktrate der CPU oder den Grafikspeicher vergleichen, ist das Mainboard die Komponente, die alle anderen Teile zusammenhält.

Der Aufbau des Mainboards - so funktioniert die Hauptplatine

Die Hauptaufgabe eines Mainboards ist es an allererster Stelle, die Kommunikation der unterschiedlichen Komponenten miteinander zu gewährleisten. Der Prozessor, die Grafikkarte oder auch das Netzteil sind alle direkt an das Mainboard angeschlossen. Auch der Input von Maus und Tastatur fließt zunächst einmal in die Hauptplatine.

Dort werden die Signale der unterschiedlichen Komponenten dann aneinander weitergegeben und abgestimmt. Rein technisch erfolgt das über verschiedene Leiterbahnen aus Kupfer, die mehrlagig in die Platine integriert sind - vergleichbar mit Nervenbahnen im Körper.

Vor dem Bau eines Gaming-PCs sollte also gründlich überlegt werden, welches Mainboard angeschafft wird und wie dieses aufgerüstet und ausgestattet werden kann. Dieser Ratgeber gibt einen kompakten Einblick in die Funktionsweise und Kriterien, die für ein Mainboard entscheidend sind. Einen Überblick erhält man zu verschiedenen Motherboards unter mindfactory.de.

Wie interagiert ein Mainboard mit anderen Komponenten im Gaming-PC?

Damit aber alle Komponenten auch miteinander kommunizieren können, ist der Aufbau eines Mainboards auf Erweiterbarkeit ausgelegt. Zu den Komponenten zählen:

  • Chipsatz - Ein zentraler Chipsatz im Mainboard fungiert als intelligente Schaltzentrale zwischen den einzelnen Signalen.
  • CPU-Sockel - Hier findet der Prozessor als zentrale Recheneinheit Platz. Da unterschiedliche Prozessoren unterschiedliche Mounts haben, muss das Motherboard auf den Prozessor abgestimmt werden.
  • RAM-Steckplätze - Hier wird der Arbeitsspeicher eingesteckt. Meist werden zwei bis vier Speicherbänke verbaut, in denen der RAM recht leicht eingesteckt und erweitert werden kann. Hier zählt vor allem die Geschwindigkeit der Datenübertragung. Die Anforderungen an den RAM bei Gaming-PCs sind aber vergleichsweise bescheiden.
  • PCI-Slots und AGP/PCIe-Slots - Moderne Mainboards besitzen PCI-Express-Steckplätze für schnelle Netzwerk- oder Soundkarten. Grafikkarten hingegen finden in den AGP- oder den PCIe-Steckplätzen Platz. PCIe ist dabei der aktuellste Standard.
  • BIOS-Chip - Der BIOS-Chip ist die Initialisierungskomponente des Boards und startet und prüft alle Komponenten.
  • SATA-Ports - SATA-Anschlüsse sind für Datenübertragung verantwortlich und werden für Festplatten oder (wenn noch vorhanden) optische Laufwerke genutzt.
  • Lüfter - Auch die Lüftung wird am Mainboard angebracht, vor allem Gaming-PCs benötigen eine dedizierte und leistungsfähige Kühlung. Pin-Anschlüsse versorgen die Lüftung (wie auch die anderen Komponenten) mit Strom.
  • Netzteil/Batterie - Letztlich braucht ein Gaming-PC Strom und den erhält er über ein Netzteil. Das Netzteil leitet den Strom an das Motherboard, dieses wiederum verteilt ihn an die Komponenten. Essenziell sind hier Leistung und Kompatibilität.

Leistungskriterien - was muss ein gutes Mainboard leisten?

Die Leistung eines Mainboards misst sich vor allem in der Kompatibilität mit den Komponenten. Wer einen PC komplett selbst baut, muss alle Teile aufeinander abstimme. Dies erfordert ein Mainboard, das die passenden Sockel bietet und genügend Strom vom Netzteil beziehen kann. Außerdem sollten genug Ports für die gewünschte Peripherie bereit stehen.

Ein schnelles Mainboard für Gaming-PCs unterstützt den gewünschten Prozessor, besitzt einen PCIe-3.0-x16-Slot für schnelle Grafikkarten und DDR4-Slots für Arbeitsspeicher. Festplatten sollten mit SATA3-Anschlüssen verbunden werden können.

Natürlich besitzen Mainboards auch einen (genormten) Formfaktor, der muss auf den Tower (oder umgekehrt) abgestimmt werden.

Welche Marken gibt es für Mainboards?

Zu den größten Herstellern von Mainboards gehören Asus, MSI und Gigabyte. Auch kleinere Marken wie AsRock, Biostar oder EVGA bieten reizvolle Mainboards, doch besitzen nicht den Marktanteil der großen Drei.

Alle Hersteller bieten unterschiedliche Modelle für die jeweiligen CPU-Sätze von Intel und AMD. Wer sich einen neuen Gaming-PC zusammenstellt und bereits einen Prozessor ins Auge gefasst hat, ist also nicht an eine bestimmte Marke gebunden.

Wie hoch sind die Kosten eines Mainboards?

Wie bei vielen Komponenten gibt aus auch im Bereich des Mainboards eine große Preisspanne. JE hochpreisiger das Mainboard, desto mehr Features bietet es in der Regel. Dazu zählen beispielsweise mehr SATA-Ports oder integriertes WLAN. Vernünftige Mainboards, die ihre Funktion zufriedenstellend erfüllen, gibt es jedoch auch schon für unter 100€.

Fazit - das perfekte Mainboard finden

Das Motherboard ist der Dreh- und Angelpunkt des Gaming-PCs. Dabei ist es besonders wichtig, ein leistungsstarkes Mainboard zu wählen, das auch eine spätere Nachrüstung problemlos erlaubt. Aktuelle Steckplätze, moderne Ein- und Ausgänge und Kompatibilität mit leistungsstarken Netzteilen sind dabei die kritischen Komponenten.

Grundsätzlich ist es daher besser, in ein zukunftsfähiges Mainboard zu investieren und RAM oder Grafikkarte später aufzurüsten.

  • Quelle: Redaktion

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