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Das Gaming-Jahr 2021: Diese Trends erwarten uns!

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18.02.2021 - Die Corona-Pandemie wirbelte die Gaming-Industrie im Jahr 2020 ganz schön durcheinander. Während Entwickler und Publisher aufgrund der unvorhergesehenen Ereignisse oftmals dazu gezwungen waren, ihre ursprünglichen Release-Pläne gänzlich über den Haufen zu werfen, spielte die Covid-19-Krise anderen Studios verblüffend in die Karten.

Denn tatsächlich verbrachten die unzähligen Gamer auf unserem Globus im Zuge von Quarantäne, Home-Office und Co. auch mehr Zeit vor dem heimischen Bildschirm, wo sie sich auf Seiten wie echtgeld-casinos.net virtueller Glückssträhnen erfreuten, ihr Können in Online-Multiplayer-Matches bewiesen, oder im Rahmen von klassischen Singleplayer-Spielen abschalteten. So avancierten beispielsweise Animal Crossing: New Horizons und Doom Eternal zu absoluten Kassenschlagern, welche den Zockern die Zeit in den heimischen vier Wänden gekonnt versüßten. Allein Nintendos putziges Insel-Abenteuer verkaufte sich binnen eines halben Jahres fast 22,4 Millionen Mal! Im Gegenzug wurden viele bedeutsame Events auf Eis gelegt bzw. rein digital durchgeführt. Mit welchen Entwicklungen die Gaming-Branche im künftigen Kalenderjahr rechnet, welche Trends und Muster sich 2021 abzeichnen, zeigt der folgende Artikel.

Weitere Release-Verschiebungen

Wie bereits erwähnt, haben die Entwickler aufgrund der Corona-Krise noch immer mit großen strukturellen Problemen zu kämpfen, die sich bei der Spielergemeinde in Form von häufigen Release-Verschiebungen bemerkbar machen. Dies liegt mitunter daran, dass die Entwicklung eines Titels nicht so einfach aus dem Home-Office heraus koordiniert und realisiert werden kann: So werden beispielsweise für Motion-Capturing-Aufnahmen selbstredend spezielle technische Gerätschaften benötigt, die in der Regel nicht zwischen Couch und Küchentisch der Mitarbeiter bereitstehen. Zudem wird die interne Koordination eines Entwicklerstudios via Video-Calls und E-Mail-Verkehr verglichen zu früher massiv in die Länge gezogen, die finale Produktion wird also weiter verzerrt. Wer sich 2020 auf Titel wie Far Cry 6, Halo Infinite oder Rainbow Six Quarantine freute, schaute schlussendlich in die Röhre. Bereits die jüngsten Wochen des Jahres 2021 zeigen, dass uns dieser Verschiebungstrend wohl noch einige Zeit begleiten wird: Demnach werden die internationalen Gamer entgegen der ursprünglichen Ankündigung frühestens 2022 in „Hogwarts Legacy“ den Zauberstab schwingen dürfen.

Abo-Modelle statt Vollpreistitel

Die Pandemie bedeutet im Privatleben vieler Gamer einen großen beruflichen Einschnitt. Dort, wo Kurzarbeit und Ungewissheit an der Tagesordnung stehen, wird naturgemäß etwas genauer auf den Geldbeutel geachtet. Mit anderen Worten: Viele Nutzer wägen dieser Tage zweimal ab, ob sie wirklich die aufgerufenen 70 Euro für den neu erschienenen Triple-A-Titel hinblättern wollen. Abo-Services stellen dahingegen eine gleichermaßen kostengünstige wie umfangreiche Alternative dar. Bereits im Jahr 2020 erfreute sich Microsofts Game Pass einer immer größer werdenden Beliebtheit. Durch die Übernahme von Bethesda kommen Game-Pass-Inhaber unter anderem in den Genuss von Spielen wie Doom Eternal oder dem Rollenspieldauerbrenner The Elder Scrolls V: Skyrim – doch dies sind nur zwei von über 100 angebotenen Titeln! Die wegweisende Einbettung von mobilen Android-Devices in die Nutzung des Game Passes zeigt, dass Microsoft auf dem Abo-Gaming-Markt derzeit genau das richtige Näschen beweist. PlayStation Now und Co. hinken diesbezüglich noch deutlich hinterher.

Gaming in der Tasche – Der Mobile-Markt wächst weiter

Neben den alteingesessenen Plattformen wie Xbox, PlayStation, PC und Co. wird auch der Mobile-Markt in den künftigen Monaten eine immer bedeutsamere Rolle spielen. So verzeichnete die mobile Branche bereits in der ersten Jahreshälfte 2020 hierzulande einen Zuwachs von starken 23 Prozent, insgesamt wurde mehr als 1 Milliarde Euro umgesetzt. Das Besondere: Die generierten Einnahmen setzen sich dabei fast ausschließlich aus In-App-Käufen zusammen, die im Rahmen von Free2Play-Titeln angeboten werden.

Die neue Konsolengeneration

Der Release der PlayStation 5 und der Xbox Series X/S glich einem äußerst zähen Schneckenrennen. Im Zuge von lästigen Lieferengpässen gingen viele Gamer auf unserem Globus leer aus. Doch selbst diejenigen, die eine der heißbegehrten neuen Konsolen ergattern konnten, mussten sich zunächst einmal mit einem äußerst spärlich besiedelten Start-Line-up zufriedengeben. Während sich PS5-Zocker zumindest noch an Marvel’s Spider-Man: Miles Morales und dem Demon’s-Souls-Remake ergötzen konnten, fehlte auf der Xbox Series X/S von wirklichen Next-Gen-Brechern jede Spur. Ganz gleich, welche überbordende Technikpower einer neuen Plattform innewohnt: Am Ende entscheiden vor allem die veröffentlichten Games und der damit einhergehende spielerische Spaß darüber, wie eine Konsole bei der Nutzerschaft ankommt. Und besagte „echte“ Next-Gen-Titel müssen und werden 2021 endlich folgen. PS5-Spieler dürfen sich auf God of War: Ragnarok, Ratchet & Clank: Rift Apard oder Horizon 2: Forbidden West freuen, während die Xbox-Fangemeinde bereits sehnsüchtig auf Halo Infinite, Fable und Forza Motorsport wartet. Welche Konsequenzen die Corona-Pandemie in diesem Jahr für die Gaming-Branche letztlich tatsächlich bereithält, welche Event- und Release-Verschiebungen die Szene in den kommenden Monaten treffen werden, kann jedoch nur die Zukunft zeigen. Wie schön es doch ist, dass wir uns in diesen unsteten Zeiten mit Hilfe der virtuellen Bildschirmabenteuer ablenken können.

  • Quelle: Redaktion

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