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Todesstoß für den Multi-GPU-Support SLI steht fest

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28.09.2020 - Für viele User eine schlechte Nachricht. Nvidia hat sich entschlossen, künftig keine neuen SLI Profile mehr erstellen zu wollen. Das ist der Todesstoß. Dennoch gibt es auch Alternativen und SLI ist dem Tode noch nicht ganz so nahe. Unter Umständen könnten User sogar davon profitieren.

Mit Beginn des neuen Jahres wird Nvidia den Multi-GPU Support SLI endgültig aus seinem Treiber streichen. Damit werden ab 2021 keine neuen Spiele mit SLP Profilen unterstützt. Wie User jedoch weiterhin davon profitieren können, haben wir in den nachfolgenden Absätzen einmal kurz erläutert.

Scalable Link Interface

Bei SLI handelt es sich um eine Technik, bei der mehrere Grafikkarten (in der Regel 2 – 4) miteinander verbunden werden können. Damit kann es, zumindest rein theoretisch, zu einer Verdopplung oder sogar Vervierfachung der Rechenleistung kommen. In der Vergangenheit gab es dafür fast ausschließlich die SLI Bridge. Die meisten modernen Systeme verfügen aber mittlerweile über einen sogenannten Hochgeschwindigkeits-Bus NVLink. Die Funktionsweise ist aber identisch.

Dennoch hatte SLI, genauso wie bei AMD Cross Fire, häufig mit Problemen bei der Leistung zu kämpfen. Die Theorie besagt, dass die Rechenleistung um das 2 bis 4-fache zunehmen kann. Die Praxis sah jedoch häufig ganz anders aus. So wurden bei einer Verdopplung meistens nur 30 – 90 Prozent erzielt. Wurden weitere Grafikkarten zugefügt, nahm die Performance sogar weiter ab.

SLI Theorie funktionierte nicht immer

Eine Verdopplung oder gar Vervierfachung war der Traum vieler User. Die Theorie konnte jedoch vielfach nicht mit der Praxis mithalten und so erwies sich die Performance unter SLI sogar deutlich schlechter, als wenn nur eine Karte verwendet wurde. Gelegentlich kam es sogar zu Einschränkungen beim Spielen, etwa dann, wenn merkbare Mikroruckler (eine Art Schluckauf zwischen zwei Frames) auftauchten. Aus diesem Grund ist SLI schon länger für viele Spieler kein wirkliches Thema mehr. Mittlerweile überzeugen viele Einzel-Grafikkarten mit einer sehr guten Leistung.

Ist das Ende von SLI nahe?

Aus diesen Gründen ist es leicht nachzuvollziehen, dass Nvidia den SLI Support künftig einstellen wird. Das muss aber nicht zwangsläufig bedeuten, das SLI damit ganz von der Bildfläche verschwindet. So erklärte der Hersteller, das bestehende SLI Profile, wie zum Beispiel für Grafikkarten der RTX-2000 Reihe und darunter, davon ausgeschlossen bleiben sollen.

Für die modernen Karten (Beispiel RTX 3080) würde SLI ohnehin keinen Sinn machen. Die Grafikkarte kommt ohne SLI sehr gut zurecht und weist eine sehr schnelle Performance aus.

Native Implementierung als Möglichkeit

Spiele Entwickler haben zudem die Möglichkeit, eine Native Implementierung zu unterstützen und den SLI Support direkt in die Spiele einzubauen. Für Gamer, die bis heute noch ein Multi-GPU System nutzen, wäre das ein Vorteil.

Bei folgenden Spielen finden wir beispielsweise eine solche Unterstützung:

  • Red Dead Redemption 2
  • Strange Brigade
  • Zombie Army 4: Dead War
  • Shadow oft the Tomb Raider
  • Gears of War 4
  • Battlefield 1
  • Halo Wars 2
  • Hitman
  • Deus Ex: Mankind Divided

Das Aus wird aber kommen

Zwar gibt es derzeit somit noch Alternativen, dennoch hat Nividia der SLI Technik eine tödliche Wunde versetzt, die letztendlich zum Todesstoß werden wird. Für die Spiele Entwickler dürfte sich künftig eine Implementierung nicht mehr lohnen, da nur noch die RTX 3090 mit einem NVLink Anschluss für SLI ausgestattet ist.

Gaming und Zocken: Hardwareanforderungen ändern sich

Wir alle haben davon gehört, dass Spielekonsolen vom Markt verschwinden. Auch der Hochleistungs-PC fürs Gaming wird künftig keine Relevanz mehr haben, da viele Spiele nur noch als Streaming über die Cloud verfügbar sein werden. Mittels der Cloud und 5G als neuer Mobilfunkstandard, spielt die Hardware somit keine Rolle mehr. Bislang war aber jene entscheidend, auch dann, wenn man zum Beispiel sein Glück beim JackpotCity Online Casino versuchte. Die Industrie, genauso wie die Gamer, warten schon ungeduldig auf den neuen 5G-Standard (in China wird bereits der 6G Standard installiert), mit dem das Spielen 100-mal schneller sein kann, als bei 4G. Der wichtigste Punkt ist aber auch die Stabilität. So kennen wir beim aktuellen 4G Standard die ständigen Abbrüche, die es bei 5G in dieser Form nicht mehr geben soll. Dadurch können die Webseiten und Spiele künftig sicherer und schneller genutzt werden. Genauso wie beim Gaming verspricht sich die Industrie dadurch einen der größten Tech-Coups, der alles verändern könnten und dem Kunden ein verbessertes Spielvergnügen und ganz neue Möglichkeiten beschert. Insgesamt erhöht sich somit die Geschwindigkeit, mit der eine Webseite oder Spiel heruntergeladen werden kann, was auch dazu führt, das es weniger zu den bisher bekannten Überlastungen kommen kann. Damit verändert sich automatisch auch noch einmal die Darstellungsqualität und Spiele können ohne Unterbrechung in hoher Qualität gespielt werden.

Doch bis dahin dürften noch einige Jahre in den Raum gehen. Nvidia hat deshalb schon 2019 mit den neuen Game-Ready-Treiber einen ordentlichen Leistungsschub fürs Gaming und Zocken angedeutet. Damals war bereits bekannt, dass der SLI Support beendet werden sollte. Viele Gamer nutzen bereits den neuen Game-Ready-Treiber, mit dem die Performance gesteigert werden kann. Besonders Tom Clancy´s Ghost Recon Breakpoint Fans profitierten von dem Leistungsschub.

  • Quelle: Redaktion

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