Branche

Patreon und die Spielewelt - wie funktioniert das überhaupt?

Branche

11.12.2020 - Patreon scheint momentan eine absolute Hochphase durchzumachen, denn auf der Suche nach dem nächsten Kick, dem nächsten Spaß und der nächsten Ablenkung sucht man sich immer wieder neue Wege. Patreon scheint daher die Nische zu sein, die Ersteller von Inhalten und Konsumenten bevorzugen. Werfen wir also einen Blick auf eine Szene, die stark im Kommen ist.

Was genau ist Patreon?

Patreon ist im Grunde genommen eine Crowdfunding-Website für Autoren von Inhalten. Aber sie beschreibt sich selbst als eine "Mitgliedschaftsplattform, die es den Schöpfern leicht macht, bezahlt zu werden".

Sowohl Online-Persönlichkeiten als auch traditionelle Schöpfer wie Musiker und Illustratoren haben Patreon als schnelle und einfache Möglichkeit genutzt, um ihre Fans oder Förderer zahlen zu lassen. Förderer sind im Wesentlichen Patreon-Abonnenten, da sie über Patreon jeden Monat einen bestimmten Betrag an ihre Lieblingsschöpfer senden. Schöpfer können ihren Gönnern verschiedene Zugangsebenen zu unterschiedlichen monatlichen Preisen anbieten, ebenfalls alles über die Plattform.

Wir alle haben schon von dem hungernden Künstler gehört, dessen Gemälde, Notenblätter und Skulpturen erst nach seinem Tod für Millionen von Menschen verschwunden sind. Das gehört der Vergangenheit an. Das Internet hat vielen Schöpfern nicht nur eine Plattform geboten, auf der sie ihre Werke präsentieren können, sondern auch eine Möglichkeit, Einnahmen aus dem Crowdfund zu erzielen. Beispielsweise kann man über die Plattform 5 Euro pro Monat verlangen. Wer bereit ist, diese Summe zu zahlen, wird zum Mäzen und erhält frühzeitig Zugang zu ihren Inhalten und Werken. So weit, so gut. Wie aber nutzt die Spielwelt diese Plattform?

Entwickler und Fans an einem Strang

Um zu verstehen, wie die einzelnen Ebenen von Patreon funktionieren, muss man sich ein wenig mehr mit der Materie befassen. Die meisten Anbieter haben mindestens drei Ebenen für sich definiert. Das beginnt oft mit einem symbolischen € und kann hochgehen bis in die dreistelligen Summen. Natürlich bekommt man dann auch mehr. Aktive Gönner werden viel stärker in die Entwicklungsarbeit der Anbieter eingespannt. Bestes Beispiel: Die Spielwelt. Hier können Fans oft mitabstimmen darüber, welche Art an Spielen als Nächstes entwickelt werden soll oder in welche Richtung es geht. Zwar wird man hier nie die ganz großen Produktionshäuser treffen, aber besonders in der Indie Szene hat sich Patreon einen durchaus guten Namen gemacht.

Und nicht nur progressive Online Spielhallen Betreiber wie JackpotCity haben erkannt, dass sich mit dieser Plattform Fans und Neugierige viel schneller erreichen lassen. Zwar ist an hier selber noch nicht aktiv, aber der Trend in der Szene scheint dahin zu gehen, dass eine stärkere Interaktion mit Fans und Förderern absolut gefragt ist. Allein schon, um bei der Entwicklung neuer Spiele einen Blick darauf zu haben, was überhaupt gewünscht ist. So werden immer mehr Slots unter Berücksichtigung der Fans entwickelt, die dann aufgrund der höheren Ebenen einen früheren Zugriff auf die Spiele haben. Für eine treue Fanbasis lohnt es sich also durchaus. Und für alle anderen?

Lohnt sich Patreon?

Nun, es gibt zwei Wege, sich an die Beantwortung dieser Frage zu machen. Zunächst einmal sollte zwischen individuellen Künstlern und Unternehmen unterschieden werden.

Um bei Patreon durchzustarten, braucht man Geduld und einen sehr langen Atem. Das trifft vor allem dann zu, wenn man ein individueller Künstler ist. Erfolgsgeschichten, bei denen Künstler recht schnell mit mehr als 100 Abonnenten beginnen, gibt es nur, wenn der Künstler bereits eine riesige Fangemeinde hat – beispielsweise durch Instagram bekannt ist – und mit Geld umgehen kann. Die Chancen stehen gut, dass Patreon nie über das Zusatzeinkommen hinauswachsen wird. Jeder Künstler, der nach einer Quelle der Beständigkeit sucht, wird enttäuscht werden. Stattdessen sollten sie Patreon als eine Möglichkeit betrachten, aus Ihrer Anhängerschaft Kapital zu schlagen und ihren Einkommensströmen Stabilität zu verleihen. Das Tolle an Patreon ist, dass es ein beständiges Einkommen ist. Die Leute, die Patreon abonniert haben, sind bereits treu ergeben und werden in der Regel eher nicht gehen, es sei denn, das Angebot ist nicht mehr vorhanden.

Für größere Unternehmen, die sich beispielsweise mit einem Team darauf spezialisiert haben, Indie Spiele mit einem Las Vegas Thema zu erstellen, werden auch andere Wege haben, sich zu finanzieren. Und dennoch: Patreon ist ein toller Weg, mit der Fanbasis in Kontakt zu bleiben um so herauszufinden, was eigentlich gewünscht ist. Damit reich werden aber schaffen nur die allerwenigsten, und auch dann ist der Weg dorthin ein langer und steiniger. Lohnt es sich also? Schwer zu sagen, aber spannend ist es allemal.

  • Quelle: Redaktion

Highlight Games