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Die Erfolgsgeschichte des eSports in Deutschland

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22.09.2020 - Mit immer weiter wachsenden Spielerzahlen hat sich der eSport in Deutschland längst etabliert. Es handelt sich um eine Disziplin, die vom DOSB vielleicht nicht als offizielle Sportart anerkannt wird, deren Fanbasis aber aufgrund des Internets mit Websites wie Twitch und YouTube immer größer wird. Doch wie genau drückt sich dieses Wachstum im Detail aus?

Anzahl der Gamer in Deutschland bleibt konstant

Die Beliebtheit des Gamings in Deutschland steht in direktem Zusammenhang mit der Anzahl der eSport-Fans im Land. Schließlich werden deutlich mehr Menschen Interesse daran haben, Veranstaltungen live zu sehen oder sogar aktiv daran teilzunehmen, wenn sie selbst bereits Interesse an der Thematik besitzen. Die gesamte Branche freut sich also darüber, dass die Gamer-Zahlen in Deutschland seit vielen Jahren konstant hoch bleiben. Aktuell spielen 34,1 Millionen Deutsche zumindest manchmal gerne. Auffällig ist dabei allein das Durchschnittsalter der Gamer, das im Verlauf der Jahre stetig anstieg. Lag es 2014 noch bei 31 Jahren, stieg es seitdem innerhalb von fünf Jahren auf 36,4 an. Man könnte fast meinen, dass die Gamer der besten Spiele älter werden, ohne dass jüngere Spieler nachrücken. Die Folge? Die Altersgruppe 50+ erlebte einen Anstieg von 7,3 Millionen auf 9,9 Millionen Spieler. Im aktuellen Jahr dürfte die Schallmauer von 10 Millionen Gamern locker gebrochen werden.

Die grundsätzliche Orientierung der Menschen zum mobilen Gaming setzte sich ebenfalls fort. So nimmt das Smartphone den ersten Platz ein, wenn es um die beliebteste Spieleplattform geht. 18,6 Millionen Menschen, und damit mehr als 50 Prozent der Gamer, spielen mehr oder minder regelmäßig auf dem Mobiltelefon. Mit 16,7 Millionen Spielern besitzen die Konsolen zwar ebenfalls nach wie vor noch eine hohe Fanbasis, sind aber bei Weitem nicht mehr unangefochten an der Spitze zu finden. Diese veränderte Situation macht sich bei den Entwicklerstudios ebenfalls bemerkbar. Sie veröffentlichen von vornherein immer mehr Spiele für Mobilgeräte. Das liegt insbesondere an zwei Gründen. Einerseits sind Spiele deutlich schneller zu programmieren und zu veröffentlichen, als es auf einer Konsole der Fall ist. Somit kann ein Studio pro Jahr viel mehr veröffentlichen als zuvor. Andererseits haben die meisten von uns ein Smartphone, nicht aber eine Spielkonsole. Entsprechend groß ist die mögliche Zielgruppe, sodass mit den Mobile Games viel mehr Gamer erreicht werden können.

Deutschland wird zum eSport-Land

Innerhalb des letzten Jahres erzielte die gesamte Branche einen Umsatz, der den des Vorjahres 2018 um 6 Prozent überstieg. Ein wichtiger Faktor dabei ist der eSport, der als Plattform dient, um die Spiele in die Welt hinauszutragen. 45 Millionen Deutsche geben an zu wissen, was eSport ist, oder haben zumindest schon einmal davon gehört. Sogar jeder Fünfte Deutsche hat bereits einmal ein eSport-Spiel geschaut. Mit Teams wie BIG ist das auch kein Wunder, da online immer mehr Berichte über die gespielten Partien zu finden sind. Selbst in anderen Branchen wird der eSport längst ernst genommen. Die großen Tageszeitungen bringen immerhin Artikel über die hohen Summen, die etwa bei The International ausgespielt werden. Andernorts können bei Anbietern wie Betway Sportwetten auf die Resultate und viele weitere Märkte abgeschlossen werden. Unter ihnen sind etwa Wetten auf den ersten Kill oder die Anzahl der gewonnenen Maps. Und dann ist da ja noch Twitch, wo im April 2020 25,3 Millionen Zuschauerstunden für den eSport-Klassiker CS:GO verzeichnet wurden. Das Spiel sorgt seit jeher für große Aufmerksamkeit unter Spielern.

Die Gründe für das Wachstum des eSports gehen aber weit über das Internet heraus. Vor allem der soziale Faktor ist einer, der immer mehr Menschen fasziniert. So finden viele über den eSport neue Freunde für das Leben, sei es nur im Gaming oder später auch im realen Leben. Genau hier befindet sich auch der Punkt, an dem viele ansetzen können, um den Sport weiter auszubreiten und eine Charakteristik der traditionellen Sportarten zu kopieren. Wissenschaftler betonen nach wie vor die großen motorischen Fähigkeiten, die nötig sind, um professionell eSport zu betreiben. Nicht zuletzt deshalb soll der eSport schon bald auch hierzulande als offizielle Sportart anerkannt werden. Bis dahin sind in Deutschland noch viele Runden zu spielen und viele Streams anzusehen. So wie es in den letzten fünf Jahren ebenfalls der Fall war.

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