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5 kuriose Fakten aus der Gamingwelt, die euch neu sind

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18.05.2021 - Wieso heißt Mario ausgerechnet Mario? Was haben Fast Food und Pac-Man gemeinsam? Wir haben für euch die fünf skurrilsten Fakten aus der Welt der Videospiele zusammengetragen!

Wenn wir uns in einer geselligen Runde mit Freunden befinden – ganz gleich, ob nun physisch oder digital – kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem wir glänzen können: die Stunde des unnützen Wissens. Welche skurrilen Fakten aus der Gamingwelt eure Kumpels beim nächsten Treffen mit offenen Mündern zurücklassen werden, erfahrt ihr in unserem folgenden Artikel!

„It’s a-me, Popeye!“

Professionelle E-Sport-Titel, launige Multiplayer-Games, kostenlose Spiele: der Markt der Videospiele ist heutzutage vielfältiger denn je. Ganz egal, ob wir uns nun selbst als Hardcore-Gamer, Casual-Spieler oder Gelegenheitszocker bezeichnen würden – vom legendären Super Mario haben wir alle schon einmal gehört! Dass wir den schnauzbärtigen Klempner seit mittlerweile 40 Jahren durch die digitalen Welten begleiten dürfen, haben wir allerdings einem kuriosen Umstand zu verdanken. Wären Nintendos ursprüngliche Pläne anno 1981 aufgegangen, würde uns heutzutage nämlich nicht ein italienischer Gas-Wasser-Installateur, sondern ein grimmig dreinblickender Seemann vom Bildschirm grüßen. Denn der Urvater aller folgenden Mario-Titel, der Arcade-Ableger „Donkey Kong“ aus den frühen 80ern, sah eigentlich ein ganz anderes Setting vor. Tatsächlich sollte das Spiel von der berühmten Comic- und Zeichentrickfigur Popeye handeln! Dieser hätte – wäre es denn so gekommen – Marios Rolle bekleidet, statt Pauline hätten wir Olivia Oyl aus den Griffeln des fiesen Oberschurken befreit, der wiederum nicht auf den Namen Donkey Kong, sondern Bluto gehört hätte. Obwohl Nintendo letztlich die Lizenzrechte an den markenrechtlich geschützten Figuren verlor, wollten sie ihr ambitioniertes Spielhallenprojekt nicht einstampfen. Die schließlich selbst erdachten, aus der Not heraus geborenen Charaktere, sollten die Welt der Videospiele bekanntermaßen für alle Zeiten revolutionieren.

Mietrückstand als Namenstaufe

Nachdem der hüpfende Klempner am Reißbrett entworfen worden war, fehlte nur noch ein Name für die neu kreierte Videospielfigur. Zunächst hielten es die Entwickler für die beste Idee, dass der Charakter auf den für damalige Verhältnisse futuristischen Namen Mr. Video getauft werden sollte. Dieser Namensvorschlag sollte sich jedoch ebenso wenig durchsetzen wie der später erwogene Jumpman. Dass Mario schließlich Mario heißen sollte, ist letztlich Nintendos knappem Geldbeutel in den frühen 80er Jahren geschuldet. Im Gegensatz zu heute war das japanische Unternehmen damals nämlich noch kein international agierender Big Player. Vor allem den US-amerikanischen Markt galt es zu jenem Zeitpunkt erst noch zu erobern. Damit zu diesem Zweck die passenden Marketingpläne an der direkten Quelle geschmiedet werden konnten, mietete Nintendo kurzerhand ein großes Gebäude in den Vereinigten Staaten an, welches dem Unternehmen als Zweigstelle in Übersee diente. Das Problem: So ein Gebäude kostet natürlich Miete – und das nicht zu knapp. Nachdem der japanische Konzern im Zuge einer längeren Flaute auf dem US-Markt mit den Zahlungen in Verzug geriet, stattete der Vermieter des Hauses, ein gewisser Mario Segale, den Verantwortlichen des Nintendo-Gebäudes einen persönlichen Besuch ab. Schließlich gelang es der Nintendo-Crew, den erzürnten Vermieter zu beschwichtigen und ihn darauf zu vertrösten, dass der fällige Betrag so schnell wie möglich überwiesen werden würde. Als Dank für die entgegengebrachte Kulanz des Vermieters tauften die kreativen Entwicklerköpfe ihren Pixel-Klempner schließlich auf den Vornamen des mitfühlenden Mannes: Mario.

Pizza-Man

Es gibt Dinge, die gehören einfach zusammen: Fußball und Bier, Kino und Popcorn, Gaming und Pizza. Letzteres sah Toru Iwatani genauso, als er die Hauptfigur des Spielhallenklassikers schlechthin entwarf: Pac-Man. So ist es kein Zufall, dass die Videospielfigur auffällige Ähnlichkeiten mit einem beliebten italienischen Fast Food besitzt. Übrigens hat der legendäre Videospielentwickler die Urban Legend um Pac-Mans Erscheinung seinerzeit selbst in die Welt hinausposaunt. Später ruderte der Japaner allerdings ein Stückchen zurück und sagte, dass der runde, gelbe Gierschlund optisch nicht nur an eine Pizza, sondern auch an ein japanisches Schriftzeichen angelehnt sei, dass „Mund“ bedeutet. Darüber hinaus wurde Pac-Man in seiner japanischen Heimat von Namco als „Puck-Man“ vermarktet. Um schelmischen Frechdachsen, die aus dem P ein F machen würden, vorzugreifen, entschieden sich die Verantwortlichen letztlich dazu, ihr Spiel in den Vereinigten Staaten unter einem leicht abgeänderten Namen auf den Markt zu bringen.

Nintendo PlayStation

Womöglich habt ihr bereits von ihr gehört, eine kurze Erwähnung ist sie jedoch immer wert: die Nintendo PlayStation. In den frühen 90ern plante Nintendo eine Kooperation mit Sony. Dabei sollten die Technikexperten des Konkurrenzunternehmens Nintendos SNES mit einem neuartigen CD-Laufwerk versehen, und die damals beliebteste Heimkonsole auf dem Markt auf ein vollkommen neues Leistungsniveau hieven. Infolge großer Uneinigkeiten beider Parteien machte Nintendo schließlich einen Rückzieher und erschuf sich somit selbst seinen größten Rivalen auf dem heiß umkämpften Gaming-Markt. Sony schmiedete mit seiner PlayStation fortan eigene Pläne und räumte das Feld bekannterweise anschließend von hinten auf.

Grausamer Hüpfspaß

In der Anleitung von Super Mario Bros. von 1985 lesen wir: „Eines Tages wurde das friedliche Pilzkönigreich von den Koopas überfallen, einem Stamm von Schildkröten, die für ihre schwarze Magie berühmt waren. Die stillen und friedliebenden Bewohner des Pilzkönigreichs wurden in Blöcke verwandelt und das Pilzkönigreich zerfiel zu Ruinen“. Doch Moment: gilt es die ikonischen Blöcke in Super Mario nicht seit jeher zu zerstören? So wird aus der eigentlich friedlichen Befreiung des Pilzkönigreiches genau genommen ein waschechter digitaler Amoklauf, im Zuge dessen wir (unwissend) zahllose harmlose Einwohner über die Wupper schicken. Und da behaupte noch einmal jemand, Ego-Shooter wären brutal.

  • Quelle: Redaktion

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