Esportler Deutschland: Die Top Talente und Teams im Überblick

19.04.2023 - Im Bereich des eSports hat Deutschland einige bemerkenswerte Talente hervorgebracht. In vielen verschiedenen Spielen zeigen deutsche eSportler herausragende Leistungen und sammeln sowohl bei nationalen als auch bei internationalen Turnieren Preisgelder und Anerkennung.
Verschiedene deutsche Spitzenspieler haben sich in den letzten Jahren einen Namen gemacht und spielen in angesehenen Teams oder stellen ihre Fähigkeiten in Einzelwettbewerben unter Beweis. Dabei repräsentieren sie das Land im globalen eSports-Umfeld und messen sich mit den besten Spielern der Welt.
Zu den bekanntesten deutschen eSportlern zählen KuroKy in Dota 2 und viele weitere Spieler aus unterschiedlichsten Spielen und Genres. Durch die wachsende Bedeutung von eSports in Deutschland und der Welt werden in Zukunft sicherlich noch viele neue Talente auftauchen und Deutschland in der eSports-Szene vertreten.
Geschichte des Esports in Deutschland
Die Anfänge des Esports in Deutschland lassen sich auf das späte 20. Jahrhundert zurückführen. In dieser Zeit wurden Wettbewerbe in Computerspielen immer beliebter, und lokale und nationale Turniere entstanden. Die Professionalisierung und Anerkennung des Esports in Deutschland begann jedoch erst Anfang des 21. Jahrhunderts.
Im Jahr 2003 wurde der Deutsche eSport Verband (DeSpV) und 2004 der Deutsche eSport Verband e.V. (DeSV) gegründet. Im Dezember 2004 fusionierten beide Organisationen zum Deutschen eSport-Bund (ESB). Dieser Zusammenschluss war ein wichtiger Schritt, um den Esport in Deutschland besser zu organisieren und zu repräsentieren.
Ein weiterer bedeutender Meilenstein in der Geschichte des deutschen Esports war die Gründung des ESBD - eSport-Bund Deutschland e.V. im November 2017. Der ESBD vertritt die Interessen von Sportlerinnen und Sportlern im organisierten Esport auf bundesweiter Ebene und setzt sich für die Anerkennung von Esport als Sportart ein.
In den letzten Jahren hat der Esport in Deutschland ein beachtliches Wachstum verzeichnet. Die Umsätze sind von 2013 bis 2021 kontinuierlich gestiegen, und Prognosen gehen davon aus, dass dieser Trend bis 2026 anhalten wird. Die Zunahme von Esport-Veranstaltungen, Turnieren und Ligen spiegelt die steigende gesellschaftliche Akzeptanz dieser neuen Sportart wider.
Heutzutage gibt es in Deutschland viele bekannte Esportler, die auf internationaler Ebene erfolgreich sind. Auch deutsche Unternehmen und Medien haben das Potenzial des Esports erkannt und investieren zunehmend in diesen wachsenden Markt.
Top Esportler in Deutschland
Deutschland hat viele talentierte Esportler in verschiedenen Spielen hervorgebracht. Einige der besten deutschen Esportler sind Kuro "KuroKy" Salehi Takhasomi, bekannt für seine Erfolge in Dota 2, und weltweit auf dem sechsten Platz der Top-Verdiener im Esport, mit über fünf Millionen US-Dollar an Preisgeldern.
Eine weitere herausragende Persönlichkeit in der deutschen Esportszene ist das "Team Sauber Esports" Team, das sich aus den besten deutschen VALORANT-Spielern zusammensetzt. Gemäß den Suchergebnissen von "Esports Earnings" haben sich deutsche Esportler insgesamt 41.332.066,33 USD Preisgeld in 8.832 Turnieren erspielt, wobei Dota 2 das höchstbezahlte Spiel für sie ist.
In der folgenden Liste werden einige der besten Esportler Deutschlands vorgestellt:
- Kuro "KuroKy" Salehi Takhasomi (Dota 2)
- Adrian "FATA" Drinks (Dota 2)
- Mohammed "Mo Auba" Harkous vom Team Werder Bremen (FIFA)
- Maximilian "qojqva" Bröcker (Dota 2)
- Raphael „BunnyHopper“ Peltzer vom Team Liquid (Hearthstone)
- Marius „Pro Gamer“ Franz vom Team GamerLegion (FIFA)
- Elias „Upset“ Lipp vom Team FC Schalke (League of Legends)
Die deutsche Esportszene ist sehr vielfältig, wobei auch traditionelle Sportarten wie das Fußballspiel FIFA einen großen Teil der Zuschauerbasis ausmachen. Es ist interessant festzustellen, dass laut Statistiken 20% der Deutschen bereits ein Esport-Spiel gesehen haben, wobei die meisten von ihnen FIFA-Spiele verfolgen.
Beliebte Esport-Spiele in Deutschland
In Deutschland sind verschiedene Esport-Spiele äußerst beliebt. Eines der bekanntesten Spiele ist dabei Dota 2, ein Multiplayer-Spiel, das zahlreiche Turniere und eine riesige Anzahl von Teilnehmern und Zuschauern anzieht. Valve hat bereits die Austragungsorte für drei Dota 2 Majors im Jahr 2023 bekannt gegeben.
Auch FIFA erfreut sich großer Beliebtheit im Bereich des Esports in Deutschland. Fast 20% der Deutschen haben bereits ein FIFA Esport-Spiel gesehen und es hat in Deutschland mehr Zuschauer als andere internationale erfolgreiche Spiele wie League of Legends. Dieser Erfolg lässt sich möglicherweise darauf zurückführen, das Fußball als Nationalsport in Deutschland gilt.
Ein weiteres populäres Esport-Spiel ist League of Legends (LoL). Obwohl es weniger Zuschauer als FIFA hat, ist es trotzdem ein sehr erfolgreiches Spiel und zieht viele Spieler und Fans an. Es sind auch deutsche Teams und Spieler in der internationalen Szene von League of Legends erfolgreich.
Einige weitere Esport-Spiele, die gerne von Gamern in Deutschland verfolgt werden, sind:
- Counter-Strike: Global Offensive (CS:GO)
- Overwatch
- Call of Duty
- Fornite
Deutsche Esport-Organisationen und Teams
Deutschland hat eine wachsende Anzahl von Esport-Organisationen und Teams, die in verschiedenen Spielen auf nationaler und internationaler Ebene erfolgreich sind. Einige der bekanntesten deutschen Esport-Teams sind SK Gaming, FC Schalke 04 Esports und BIG (Berlin International Gaming).
SK Gaming wurde 1997 gegründet und ist der älteste aktive deutsche eSport-Verband. Sie sind sehr erfolgreich in Spielen wie League of Legends, FIFA, Brawl Stars und Clash Royale. Der Fußballverein Schalke04 hat neben mehreren FIFA-Teams sogar eSportler für LoL angestellt. Mit diesen Teams sind sie ziemlich erfolgreich und zeigen offen ihre Ambitionen im Esport-Bereich.
Berlin International Gaming, oder kurz BIG, ist ein weiteres bekanntes deutsches Esport-Team, das 2017 gegründet wurde. Es ist besonders erfolgreich in Counter-Strike: Global Offensive (CS:GO) und hat mehrere Top-Platzierungen bei großen Turnieren erreicht.
Die Esport-Branche in Deutschland verzeichnet ein kontinuierliches Wachstum, sowohl in Bezug auf das Interesse der Fans als auch in finanzieller Hinsicht. Laut Statistiken stieg der Esport-Umsatz in Deutschland von 8,3 Millionen Euro im Jahr 2013 auf 77 Millionen Euro im Jahr 2019.
Es gibt auch eine nationale Organisation, den eSport-Bund Deutschland e.V. (ESBD), der sich für die Vertretung und Förderung des organisierten Esports und seiner Sportlerinnen und Sportler in Deutschland einsetzt. Der ESBD wurde 2017 gegründet und vertritt mittlerweile zahlreiche Teams, Vereine, Veranstalter und eSport-Organisationen.
- SK Gaming: League of Legends, FIFA, Brawl Stars, Clash Royale
- FC Schalke 04 Esports: FIFA, League of Legends
- BIG: Counter-Strike: Global Offensive
Ausbildung und Karriere im Esport
Die Ausbildung im Bereich Esport in Deutschland bietet verschiedene Möglichkeiten für Interessierte, die eine Karriere in der Gaming-Branche anstreben. Abhängig von individuellen Präferenzen und Fähigkeiten können unterschiedliche Ausbildungswege gewählt werden.
Es gibt Studiengänge wie Game Design, Game Programming und Computervisualistik, die sich über 6 bis 7 Semester erstrecken. Diese Studiengänge vermitteln umfassendes Wissen im Bereich Gaming und bereiten angehende E-Sportler optimal auf ihre Karriere vor. Praktische Erfahrungen in der Freizeit, insbesondere das Spielen des jeweiligen Games in all seinen Facetten, sind ebenfalls hilfreich für das Vorankommen in diesem Bereich.
Neben den Studiengängen gibt es auch spezifische Weiterbildungen und Fortbildungen durch Institutionen wie die Academy of Sports und die Deutsche Sportakademie. Diese Angebote richten sich an alle, die sich für E-Sport begeistern und unverzichtbares, spannendes Wissen aus diesem Zukunftssektor erwerben möchten. Zur Zielgruppe gehören aktive E-Sportler sowie Mitarbeiter aus Vereinen, Verbänden, Unternehmen sowie Event- und Sponsoringagenturen.
Der eSport-Bund Deutschland e.V. (ESBD) organisiert seine Trainerausbildungen und Fortbildungsangebote über die ESBD-Akademie. Dabei wird ein dezentrales Weiterbildungskonzept verfolgt, welches Präsenzfortbildungen in ganz Deutschland fokussiert und durch Online-Lehrgänge ergänzt. Expertinnen und Experten aus dem Verband, dem E-Sport und aus der Wissenschaft gewährleisten eine qualitativ hochwertige Ausbildung.
Auch im Bereich E-Sports Management gibt es berufsbegleitende Studiengänge, die sich an Menschen richten, die eine Karriere im organisatorischen Bereich des E-Sports anstreben. Diese Studiengänge vermitteln wertvolles Managementwissen und fördern die Fähigkeiten, um im verantwortungsvollen Umfeld von Vereinen, Verbänden und Sponsoren erfolgreich zu sein.
Gesetzgebung und Regulierung des Esports
Die Gesetzgebung und Regulierung des Esports in Deutschland ist ein wachsendes Thema, das bereits in Koalitionsverträgen zwischen CDU/CSU und SPD seit März 2018 diskutiert wird. Dabei spielt der eSport-Bund Deutschland e.V. (ESBD) eine wichtige Rolle als Repräsentant für den organisierten eSport und dessen Sportlerinnen und Sportler.
Die Anerkennung des eSports als Sportart ist nach wie vor umstritten. Dennoch fällt die Entscheidung hauptsächlich von der nationalen Gesetzgebung ab. Der ESBD-Präsident Hans Jagnow fordert die Politik auf, klare Rahmenbedingungen für den eSport zu schaffen und die entsprechenden Gesetze anzupassen.
Einige wesentliche Aspekte, die in der Gesetzgebung und Regulierung berücksichtigt werden sollten, sind:
- Förderung des Breiten- und Leistungssports
- Unterstützung und Integration von Vereinsstrukturen
- Gewährleistung von Jugendschutz und Spielersicherheit
- Anerkennung und Regulierung von eSport-Wetten
- Steuerliche Regelungen für eSport-Organisationen und -Veranstaltungen
Die Anzahl der eSport-Vereine in Deutschland wächst stetig, wobei der ESBD insgesamt eine mittlere dreistellige Zahl an eSport-Vereinen und Mehrspartenvereinen mit eSport-Angebot verzeichnet. Diese Entwicklung sollte von der Politik unterstützt und vorangetrieben werden, um den digitalen Sport in der Mitte der Gesellschaft zu etablieren.
Letztendlich ist es wichtig, dass Gesetzgeber und Regulierungsbehörden Hand in Hand arbeiten, um den eSport in Deutschland zu fördern und weiter auszubauen. Dies kann durch klare rechtliche Rahmenbedingungen und die Anerkennung des eSports als offizielle Sportart erreicht werden.
Zukunft des Esports in Deutschland
Der Esport hat in den letzten Jahren ein rasantes Wachstum erlebt und ist inzwischen in Deutschland fest etabliert. Die Prognose zum Umsatz im eSports-Markt in Deutschland umfasst verschiedene Segmente und reicht bis 2026, was darauf hindeutet, dass der Markt weiterhin expandieren wird.
Der eSport-Bund Deutschland e.V. (ESBD) repräsentiert bundesweit den organisierten Esport und dessen Sportler*innen in Deutschland. Die Gründung des Verbandes im Jahr 2017 zeigt die wachsende Anerkennung des Esports als ernstzunehmende Sportart und die Notwendigkeit einer organisierten Struktur auf nationaler Ebene.
Um die Entwicklung des Esports in Deutschland weiter voranzutreiben, müssen verschiedene Aspekte berücksichtigt werden. Ein zentrales Thema ist die politische und gesellschaftliche Akzeptanz. Der Esport kämpft nach wie vor für eine breite Anerkennung als Sport, um einerseits öffentliche Fördergelder und andererseits den Respekt und die Aufmerksamkeit der Menschen zu bekommen.
Die Zukunft des Esports in Deutschland hängt auch von der Qualität der Infrastruktur und Bildungsmöglichkeiten für Esportler*innen ab. Vereine, Veranstalter und Organisationen arbeiten daran, professionelle Trainingsbedingungen für eSportler*innen zu schaffen, die für die internationale Konkurrenz notwendig sind.
Die Gesundheit der Esportler*innen ist ebenfalls ein wichtiges Thema für die Zukunft des Esports in Deutschland. Studien wie die eSport Studie 2021 haben den Fokus auf die Ernährung von über 800 eSport-Amateuren und Profis gelegt. Dies zeigt die Notwendigkeit, die Gesundheits- und Trainingsbedingungen von Esportler*innen weiterhin zu verbessern.
Quelle: Redaktion
- de.wikipedia.org/wiki/E-Sport