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Der optimale Internetanschluss für Gamer

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15.03.2018 - Stell dir vor, du bist mitten im Spiel und versuchst seit Stunden, den schweren Endgegner zu erledigen. Und dann hängt plötzlich die Internetverbindung. In dem Fall wirst du den Kampf dank des Lags mit aller Wahrscheinlichkeit verlieren. Eine schnelle Internetverbindung ist für viele Spiele entscheidend, damit der Spielspaß nicht getrübt wird. Darauf kommt es dabei an.

Während früher die meisten Spiele - notgedrungen - ohne Internet auskamen und lediglich die CD-Rom oder DVD zum Spielen nötig war, erfordert heute der Großteil der Games eine schnelle Internetverbindung. Dabei spielt nicht nur die Bandbreite eine Rolle, auch wenn diese ohne Zweifel sehr wichtig ist. Die Bandbreite entscheidet darüber, wie flüssig das Spiel läuft. 16 Mbit/s sollte dabei das Minimum darstellen. Zwar laufen Spiele mit dieser maximalen Geschwindigkeit meist problemlos, besser sind jedoch 32 oder 50 Mbit/s. Das ist nicht nur für ein lag-freies Spielen wichtig, sondern auch für Updates und die Installation des Spiels selbst. Die damit verbundenen Datenmengen werden immer größer und erfordern eine entsprechend leistungsstarke Internet-Verbindung.

Ping-Zeiten entscheidend

Noch wichtiger als die Datenübertragungsrate der Internet-Verbindung ist jedoch die Pingzeit, auch Latenzzeit genannt. Wie lange es dauert, bis die Daten an den Server übertragen werden und dieser eine Antwort sendet, ist in vielen Fällen entscheidend. Wer etwa eine hohe Latenzzeit hat und gerade einen Shooter spielt oder im Multiplayer im Duell ist, hat aufgrund der verzögerten Reaktionen schlechtere Chancen. Auch schnelle Bewegungen können dadurch problematisch sein.

Eine sehr gute Pingzeit liegt bei 20 bis 30 Millisekunden. Ab etwa 80 ms Pingzeit können Latenzprobleme auftreten - Lags sind die Folge. Wer häufig spielt, sollte deshalb schon bei der Auswahl des DSL-Anbieters darauf achten, ein passendes Angebot zu wählen. Laut eines Testberichts von Connect hat 1&1 die besten Pingzeiten. Durch den Verfügbarkeitscheck kann man hier auch prüfen, welche Tarife am Wohnort auch tatsächlich verfügbar sind.

Für das Gaming ungeeignet sind Internet-Verbindungen über Satelliten-DSL und UMTS. Die Latenzzeiten liegen hier bei bis zu 200 ms und damit viel zu hoch. Ob reguläres DSL ausreicht, kommt auf die Bandbreite an. Auch hier gilt eine 16000er-Leitung jedoch als Mindestanforderung. Der Ping bei solchem DSL liegt häufig bei 80 bis 140 ms.

Generell gute Pingwerte erreichen meist Internet-Verbindungen mit VDSL, Kabel oder LTE. Auch Glasfaserkabel-Verbindungen sind sehr gut geeignet und äußerst leistungsstark und schnell. Wenn es zu Lags im Spiel kommt, liegt das nicht immer am Internet-Provider. In vielen Fällen ist das Problem hausgemacht, häufig durch die WLAN-Verbindung. Ein Ethernetkabel kann Abhilfe schaffen. Dieses überträgt Daten in aller Regel schneller als WLAN. Auch ein besserer Router ist eine Option, ebenso kann es sinnvoll sein, den Router an einem anderen Ort zu platzieren.

Fastpath als Option

Es ist bei manchen Anbietern möglich, einen sogenannten Fastpath dazuzubuchen. Dieser ist häufig günstig, aber wird nicht von allen Providern angeboten. Damit können Pingzeiten erheblich reduziert werden. Die Pingzeit liegt mit einem zusätzlichen Fastpath oft bei 40 bis 60 ms, was ein flüssiges Spielen ermöglicht.

  • Quelle: Redaktion

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