Gaming - die Anfänge des Siegeszugs
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Vorgestern - Ob Smartphone, Tablet, PC oder Konsole, Spiele gehören im Alltag der heutigen Zeit für viele Menschen einfach dazu. Sei es zum normalen Zeitvertreib bis hin zum intensiven E-Sports Play. Doch es ist noch gar nicht so lange her, da sah die Gamingwelt noch ganz anders aus. Tauchen wir mal ein in die Entwicklung des Gamings.
Sucht man die Anfänge des Gamings, so wird man in das Jahr 1958 zurückkatapultiert. Der Physiker William Higinbotham entwarf am Brookhaven National Laboratory ein Spiel für zwei Spieler, das heute oft mit dem Namen Pong in Verbindung gebracht wird. Doch hier schleicht sich bei vielen Menschen bereits der erste geschichtliche Fehler ein. Das Spiel, welches von William Higinbotham entwickelt wurde, war ein einfaches Tennisspiel, auf dem das spätere Spiel Pong basieren könnte, angesichts der Ähnlichkeit. Pong wurde jedoch erst im Jahr 1972 erstmals von ATARI veröffentlicht und somit 14 Jahre später als Higinbothams Spiel.
Während das Spiel aus dem Jahr 1958 lediglich auf Basis eines Analogcomputers und eines Oszillografen fußte, war Pong aus dem Jahr 1972 ein echter Klassiker in Spielhallen. Aus diesem Grund ist es auch nicht verwunderlich, warum Pong als das erste wahre Computerspiel angesehen wird. Bezogen auf die geschichtliche Entwicklung könnte man hier allerdings Streitpunkte finden. Doch sei es drum, denn sowohl Higinbotham als auch Allan Alcorn, damals leitender Entwickler bei ATARI, haben zum Siegeszug des Gamings beigetragen. Als heimlicher Urvater der heutigen Videospielindustrie gilt jedoch ein anderer Visionär und Tüftler. Ralph Baer, ein Ingenieur aus Rodalben, östlich von Saarbrücken.
Smartphones, Konsolen, Heimcomputer und die ganz große Bühne
Bedenkt man die Tatsache, dass das Gaming mit einem springenden Punkt begann, den man hin und her spielen konnte, dann erscheint es wie ein völlig wahnsinniges Hirngespenst, dass daraus mal ein Multi-Milliarden-Dollar-Geschäft werden könnte. Doch genau so ist es gekommen. Allerdings hat sich das Gaming dabei in verschiedene Bereiche aufgeteilt und eigenständig weiterentwickelt.
Da haben wir zum Beispiel die allseits beliebten Singleplayer-Spiele, die jedermann zu Hause spielen kann. Hier ist die Gamingwelt ein bisschen in ihrem alten Trend geblieben, was jedoch nicht heißen soll, dass dieser Trend veraltet ist. Ganz im Gegenteil. Spielehersteller entwickeln jedes Jahr zahlreiche Hochkaräter für diese Spielfans. Hier findet sich alles, was das Spielerherz begehrt. Für den ein oder anderen Spieler reicht dieser Bereich aber einfach nicht mehr aus. Sie wollen sich mit anderen messen. Am besten zu jederzeit und nicht, wie noch vor einigen Jahren, nur auf LAN-Partys.
Der große Multiplayer-Bereich ist wohl das Herzstück des heutigen Gamings, wenn man es so nennen möchte. Spiele, in denen Spieler auf der ganzen Welt gegeneinander antreten, um ihre Fähigkeiten zu testen. Ob bei intensiven Kampfsimulationen, wie War Thunder oder in taktischen Browsergames, wie Universe Dawn kann dabei ganz unterschiedlich sein. Hier kommt es ganz auf den Geschmack des Einzelnen an.
Doch neben dem Singleplayer und dem Multiplayer hat sich auch noch eine weitere Welt aufgetan, die sich auf einen ganz neuen Bereich konzentriert. Die Welt der Casinos und Slots. Musste man doch früher für eine Runde am Spielautomaten in eine Spielhalle oder ein Casino gehen, kann man dies heute ganz bequem von zu Hause aus. Selbstverständlich sind in diesem Zusammenhang auch die absoluten Highlights der Slotwelt dadurch quasi jederzeit verfügbar. So lässt sich unter anderem auch das bekannte The Marvellous Mr. Green kostenlos spielen, ohne sich dafür aus den eigenen vier Wänden bewegen zu müssen. Doch auch andere Casino- und Slotspiele sind natürlich mittlerweile online verfügbar, sodass man hier auf ein breites Angebotsfeld zurückgreifen kann. Nicht nur die Spielehersteller haben also erkannt, welch großes Potenzial in der globalen Vernetzung der Welt steckt und nutzen diese Möglichkeiten heute entsprechend.
Das Internet als klarer Gamechanger?
Wäre die Gamingwelt heute eine andere, wenn es das Internet nicht gegeben hätte? Die Antwort muss hier eindeutig Ja lauten. Es reicht ein kurzer Blick zurück, als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte. Zu dieser Zeit waren LAN-Partys, die beliebteste und wohl zugleich auch einzige Möglichkeit, gemeinsam ein Spiel zu spielen und sich darüber hinaus miteinander zu messen.
Natürlich gibt es auch heute noch LAN-Partys, ebenso wie es auch große Events gibt, in denen Spielgruppen, sogenannte Clans, gegeneinander antreten. Die Rede ist hier vom E-Sports, dem virtuellen Profisport, wie er auch oft bezeichnet wird.
Doch auch der E-Sports in den großen Hallen wäre in der heutigen Zeit schwer zu organisieren gewesen, wenn es das Internet nicht geben würde. Der Grund hierfür ist ganz einfach. Die Spieler qualifizieren sich in Vorturnieren für diese Events. Und wo finden diese Vorturniere statt? Im Internet. Es wäre also sehr schwer, hier die besten Spieler im Vorfeld herauszufiltern, wenn man keine klare Bemessungsgrenze in Form von Wettbewerben hat. Auch hier würde sich die Welt also grundlegend ändern, wenn man das Internet nicht hätte.
Natürlich ist das Internet nicht allein dafür verantwortlich, dass sich die Gamingwelt in den letzten Jahren und Jahrzehnten so drastisch verändert hat. Aber, das Internet hat die Basis für neue Möglichkeiten geschaffen, die dann von anderen Stellen genutzt wurden, um diese Welt der Spiele, wie wir sie heute kennen, zu erschaffen. Eine Welt, die manchmal vielleicht etwas verrückt ist, aber die uns doch allen auf ihre ganz besondere Weise Vergnügen bereitet. Egal, für welche Abzweigung man sich entscheidet.