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Top 5 Videospiele mit Mini-Games im Glücksspielformat

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28.08.2020 - Was haben Spiele wie The Witcher 3, Fallout: New Vegas und Watchdogs gemeinsam? Tolle Grafiken, natürlich. Eine spannende Handlung. Herausragendes Gameplay. Das sind wohl die Antworten, die einem Gamer als erstes einfallen dürften. Eine ziemlich gewalttätige Handlung wäre eine auch keine falsche Antwort. Um all diese Aspekte soll es in diesem Artikel allerdings nicht gehen.

Vielmehr wird hier eine weitere Gemeinsamkeit unter die Lupe genommen, die sich durch diese und viele andere große Videospiel-Titel der vergangenen Jahre zieht, nämlich Mini-Games. Genauer gesagt, nicht um irgendwelche Mini-Games, sondern um solche mit Glücksspielcharakter. Mit Mini-Games wird gerne die Handlung aufgelockert und ein bisschen Abwechslung in das Gameplay gebracht. Glücksspiele wie Poker, Roulette oder verschiedene Neuerfindungen ermöglichen dem Spieler zusätzlich, ein wenig virtuelles Geld für den Kauf von Ausrüstungen und Waffen zu gewinnen – oder auch zu verlieren. Das Thema scheint sowohl für die Spieldesigner als auch für Gamer eine gewissen Faszination auszuüben, denn die Mini-Games werden meistens aufwendig entworfen und programmiert. Zu den besten Videospielen mit Glücksspiel-Mini-Games zählen diese fünf Top-Veröffentlichungen.

The Witcher 3: Wild Hunt – Der Siegeszug von Gwent

Die meiste Zeit verbringt der Spieler in Wild Hunt damit, gegen Monster zu kämpfen, Quests zu erfüllen und die spektakuläre Spielwelt zu erkunden. Aber hin und wieder braucht auch der abgebrühteste Hexer eine kleine Auszeit. Und die findet Geralt von Riva bevorzugt bei einer Partie Gwent im örtlichen Gasthof. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Sammelkartenspiel und Glücksspiel. Im Vergleich zu den ersten beiden Teilen der Trilogie hat sich das Spiel dabei deutlich weiterentwickelt und neben Glück kommt auch eine große Portion Strategie zum Einsatz. Von 197 Gwent-Karten müssen die meisten im Laufe des Spiels gefunden oder durch das Erfüllen von Missionen verdient werden. Die Faszination der Witcher-Fangemeinde mit dem Spiel war so groß, dass Entwickler CD Projekt RED 2018 sogar ein eigenständiges Gwent-Spiel als Free-to-play veröffentlicht. Wenn das mal keine steile Karriere für ein Mini-Game ist...

Fallout: New Vegas – postapokalyptisches Casino-Feeling

Die Mini-Games in Fallout: New Vegas entspringen hingegen nicht der Fantasie der Entwickler, sondern orientieren sich eng an Vorbildern in der echten Welt. Wer Las Vegas einen Besuch abstattet, erwartet schließlich echtes Casino-Feeling, ganz egal ob vor oder nach der Apokalypse. Und so gibt es in Fallout New Vegas gleich eine Handvoll Mini-Glücksspiele in der Form von Blackjack, Roulette und Slots. Damit bei diesen Spielen keine Langeweile aufkommt, orientierten sich die Entwickler stark an erfolgreichen Internet Casino Webseiten und übernahmen Elemente für das Design und das Gameplay. Herausgekommen sind dabei spannende Casino-Games, mit denen sich der Spieler durchaus ein paar Stunden vertreiben kann. Die Regeln orientieren sich dabei an denen im echten Leben. Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied: Im Gegensatz zum echten Leben ist es in Fallout möglich, sich Glück zu kaufen. In der Klinik kann der Spieler sich zum Beispiel ein Glücksimplantat verpassen lassen, dass seine Gewinnchancen beim Glücksspiel permanent erhöht. Und auch gewisse Kleidungsstücke wie zum Beispiel die richtige Sonnenbrille oder ein exotischer Pyjama verleihen zusätzliches Glück. Wer sich an den Blackjack-Tisch setzen möchte, sollte daher vorher einen Blick auf die Statistiken seines Charakters werfen. Ist der Wert für Glück geringer als 7, kann der Spieler zwar gewinnen – auf die Dauer hat das Casino aber einen Hausvorteil. Ab 7 aufwärts stehen die Karten immer besser für den Spieler und wenn der Wert bei 10 liegt, kann er kaum anders, als zu gewinnen. Die Casino-Minispiele sind nur einer von vielen Aspekten, die der Fallout-Reihe einen Vorsprung vor anderen Titeln mit Apokalypsen-Szenarios verleihen.

Final Fantasy VIII – Triple Triad

Wie es sich für ein Spiel mit dem Namen Final Fantasy gehört, haben sich auch die Macher dieses dieses Rollenspielklassikers etwas eigenes einfallen lassen. Triple Triad heißt das Mini-Game, das laut der Spielhandlung von einem Hellseher aus modifizierten Tarotkarten geschaffen wurden. Auch Triple Triad hat einen Sammelkartencharakter, ähnlich wie Magic: The Gathering. Somit ist es möglicherweise das Vorbild für Gwent in The Witcher 3. Karten werden zum einen bei Kämpfen oder durch die Erfüllung von Quests erworben. Es gibt aber auch die Möglichkeit, neue Karten zu erlangen, indem der Gegner bei einem Triple Triad-Spiel besiegt wird. Je nachdem, in welcher Region der Spieler sich gerade befindet, verändern sich auch die Regeln des Spiels. Eine Partie Triple Triad kann im Grunde überall gespielt werden, wo NPCs in der Nähe sind. Per Knopfdruck können sie zur Teilnahme an einem Spiel aufgefordert werden. Triple Triad hat unter den Spielern der Final Fantasy-Reihe eine große Fangemeinde und findet sich auch in späteren Fortsetzungen wieder. 

Red Dead Redemption

Was wäre eine Saloon im Wilden Westen ohne Whiskey, Schießereien und eine Pokerrunde? Es ist keine große Überraschung, dass die Macher von Red Dead Redemption ein Glücksspielelement in den Titel eingebaut haben. Allerdings finden die Kartenspiele hier meist in irgendeinem Hinterzimmer statt. Wenn der Spieler eine neue Stadt betritt, führt ihn eine Markierung auf der Karte zum nächsten Pokertisch, wo nach Texas hold‘em Regeln gespielt wird. Poker-Historiker wissen sicherlich die korrekte zeitliche und räumliche Einordnung der Spielvariante zu schätzen, denn es entstand auch in der echten Welt zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den Südstaaten der USA. Zudem gibt es in Red Dead Redemption auch noch das Würfelspiel Liar"s Dice. Auch wenn es weitgehend unbekannt ist, gibt es dafür ein Vorbild im echten Leben. Auf den ersten Blick mag Liar‘s Dice etwas kompliziert wirken und auch der Buy-in ist mit 20 Dollar deutlich höher als für eine Partie Poker. Dennoch gehört es zu den unterhaltsamsten Minispielen in Red Dead Redemption und ist immer wieder einen Besuch in der Spielhölle wert.

Watchdogs

Auch Watchdogs unterhält seine Spieler neben der Haupthandlung mit einer ganzen Reihe von Minigames. Dazu gehört beispielsweise ein Trinkspiel, bei der die Hauptfigur möglichst schnell möglichst viel Alkohol trinken muss. Und eben auch ein Pokertisch, an dem Texas hold‘em gespielt wird. Dabei gibt es insgesamt vier verschiedene Spielorte, die sich in der Höhe des Mindesteinsatzes unterscheiden. Wer erfolgreich sein will, muss sich allerdings ein wenig Mühe geben, die Spielregeln zu lernen. Zusätzlich gibt es aber auch die Möglichkeit zu schummeln. Wer keine Skrupel hat, kann bei der ersten Pokerrunde eine Überwachungskamera hacken und seinen Mitspielern in die Karten schauen. Das ist zwar nicht die feine Art, macht es aber leichter, ein wenig zusätzliches Spiel-Taschengeld zu gewinnen.

  • Quelle: Redaktion

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