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Der optimale Gaming-PC: Leistung und Ausstattung

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02.06.2020 - Anspruchsvolle moderne Spiele stellen hohe Anforderungen an einen PC. Ein Gaming-PC ist daher vom Prozessor bis zum Gehäuse auf Hochleistung ausgelegt. Viele moderne Computerspiele erfordern Echtzeitberechnungen und hochauflösende Grafik, was den Computer vor große Leistungsherausforderungen stellt. Daher sollte ein Gaming-PC bestimmte Leistungsmerkmale erfüllen.

Prozessoren für Gaming-PCs

Je anspruchsvoller ein Spiel ist, desto mehr Rechenleistung erfordert es. Für Spiele im aktuellen Gaming-Jahr gilt ein schneller Hexa-Core-Prozessor bereits als minimale Voraussetzung. Reine Quad-Core-Prozessoren geraten bei anspruchsvollen Games bereits oft an ihre Grenzen. Für die geforderte Taktfrequenz bieten sowohl Intel als auch AMD ein großes Sortiment an passenden CPU-Einheiten. Was die Architekturen der Mainstream-CPUs betrifft (AMD Ryzen und Intel Core), weisen die Produkte beider Hersteller keine erheblichen Unterschiede auf. Die Prozessoren der Marktführer sind bei entsprechender Taktfrequenz gleichermaßen für das Gaming geeignet. Intel zeigt eine geringfügig bessere Performance in Sachen Spielen, was sich für Fortgeschrittene und Profis mit entsprechenden High-End-Komponentensystemen bemerkbar macht. AMD bietet hingegen in seinen Mainstream-CPUs eine höhere Multicore-Leistung, während die Singlecore-Leistung nur geringfügig schwächer ausfällt. 

Mainboard

Das Mainboard bildet die Grundlage für den Gaming-PC, da hierauf zahlreiche wesentliche Komponenten verbaut sind. Zu diesem Zweck ist es Voraussetzung, dass das Mainboard hinreichend Steckplätze und Erweiterungsmöglichkeiten bietet. Weiterhin ist es Voraussetzung, dass Mainboard, Arbeitsspeicher und CPU miteinander kompatibel sind. Gute Mainboards lassen sich modular erweitern. Was den Arbeitsspeicher (RAM) betrifft, sind mindestens vier Steckplätze empfehlenswert. Zudem zeichnet sich ein leistungsstarkes Mainboard durch hinreichende Belüftungsmöglichkeiten aus, die die entstehende Hitze problemlos bewältigen kann.

Auf vielen Mainboards ist eine Soundkarte verbaut. Für viele Gamer reicht dessen Leistung nicht aus, da sie auf besondere Sound- und Musikqualität Wert legen. Daher greifen sie oft zu einer separaten Soundkarte. Vor dem Erwerb des Mainboards sollten sich Gamer im Klaren darüber sein, welche weiteren Bauteile sie erwerben wollen. Damit haben sie eine Entscheidungsgrundlage dafür, welcher Platz und welche Anschlüsse das Motherboard benötigt. 

Grafikkarte für hochauflösende Games

Gerade an die Grafikkarte richten moderne Games höchste Anforderungen, weshalb diesem Bauteil eine besondere Bedeutung zukommt. Im 4K-Gaming sind hohe Bildschirmauflösungen (3820 x 2160) gegeben. Auch Spiele aus dem Bereich Virtual Reality fordern der Grafikkarte einiges ab. Damit eine reibungslose grafische Darstellung gegeben ist, gelten 2 GB Grafikspeicher als Mindestvoraussetzung für die Auflösung HD (1280 x 720 Pixel). Für Full-HD (1920 x 1080 Pixel) sind mindestens 4 GB VRAM erforderlich. 4K Ultra-HD (3840 x 2160 Pixel) benötigt 12 GB VRAM. 

Die Frage nach dem Chipsatz kreist im Wesentlichen um die beiden großen Hersteller Nvidia und AMD. Die Frage nach dem optimalen Hersteller für einen Gaming-PC ist unter Gamern eine heiß diskutierte. So lange die technischen Daten stimmen, ist die Wahl eine Frage persönlicher Vorliebe. Beide Hersteller bieten, insbesondere im mittleren Preisbereich, hochwertige Grafik-Lösungen. 

Arbeitsspeicher für Gaming-PCs

Der Arbeitsspeicher muss für die anspruchsvollen Operationen moderner Spiele hinreichend dimensioniert sein. Oftmals sind 8 GB RAM bereits zu wenig, sodass hier eher 16 GB RAM zu empfehlen sind. Grundsätzlich können bereits günstige RAM-Module ausreichend sein. Allerdings sollten sie genug Arbeitsspeicher bieten.

Mehr als 16 GB sind in den meisten Fällen nicht nötig, sofern nicht mehrere speicherintensive Anwendungen synchron, beispielsweise auf mehreren Bildschirmen, betrieben werden. Wer Probleme mit der Framerate hat, obwohl der Gaming-PC bereits mit 16 GB RAM ausgestattet ist, profitiert wahrscheinlich eher von einer leistungsstärkeren Grafikkarte als von mehr Arbeitsspeicher. 

Hauptspeicher

Beim Hauptspeicher empfiehlt sich für jede Art von PC ein SSD (Solid State Drive). Gegenüber herkömmlichen HDD-Festplatten haben SDDs eine bis zu fünfmal schnellere Geschwindigkeit beim Kopieren von Daten. Die Arbeitsgeschwindigkeit des gesamten Systems profitiert deshalb hiervon. Speziell für das Gaming sind SDDs interessant, da Spielstände ebenso kürzere Lade- und Speicherzeiten haben. Auch das Nachladen im Spielverlauf, etwa bei graphisch anspruchsvollen Details einer virtuellen Welt, geht mit SSDs schneller vonstatten. Was die Wahl der Größe des Speichers betrifft, fällt der Anspruch vieler moderner Spiele deutlich ins Gewicht. Ein Speicherbedarf von 50 GB und mehr ist im Falle aufwändiger Games keine Seltenheit. Es ist daher lohnenswert, etwas mehr in Speicherplatz zu investieren.

Gaming-Setup

Damit das Spielerlebnis nicht nur reibungslos funktioniert sondern eben auch ein Erlebnis wird, ist auch das Gaming-Setup entscheidend. Ein aufgeräumter Tisch mit nur dem Nötigsten ermöglicht eine volle Fokussierung auf das Game. Dennoch ist es natürlich möglich das eigene Setup zu individualisieren und optisch aufzuwerten. Im Fokus stehen hierbei Bildschirm, Tastatur, Maus und Gehäuse. Monitore von AOC können beispielsweise durch gewölbte Displays für ein intensiveres Spielerlebnis sorgen. Durch die Integration von LED-Leuchten in das Setup, hinter dem Bildschirm, unter dem Tisch oder integriert in die Tastatur, kann dem Setup durch ein Farbschema eine individuelle Atmosphäre verliehen werden.

Auch das Gehäuse des PCs kann hier mit einbezogen werden. Die Auswahl des Gehäuses ist allerdings nicht nur eine Frage des Designs oder des persönlichen Geschmacks. Es ist die Grundlage für die Unterbringung aller Hardware-Komponenten und schützt diese gleichermaßen vor äußerem Einfluss. Das Gehäuse entscheidet außerdem über den Luftstrom, der zu angemessenen Temperaturen der Bestandteile des Systems im laufenden Betrieb sorgt. Dies trägt zu einer verbesserten Performance sowie einer größeren Lebensdauer bei. Darüber hinaus finden sich mehrere Unterscheidungsmerkmale, die unterschiedliche Gehäuse für verschiedene Nutzer-Typen interessant machen. 

Da Hitzeentwicklung ein wichtiges Thema im Gaming ist, sollte das Gehäuse dahingehend optimiert sein. Dazu gehört auch, dass hinreichend Platz für Lüfter, Kühlkörper und Radiatoren gegeben ist. Weiterhin muss das Gehäuse genügend Raum für die gewünschten Hardware-Bestandteile bieten.

  • Quelle: Redaktion

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