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Online-Ableger von Dungeons & Dragons

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27.01.2020 - Dungeons & Dragons ist Kult. Seit das Rollenspiel 1974 auf den Markt kam, hat es sich eine treue Fangemeinde aufgebaut. Obwohl das Spiel vor allem als Hobby für eingefleischte Nerds gilt, dürfte der Name mittlerweile den Meisten bekannt sein. So war das Spiel in den 80er Jahren Gegenstand einer medialen Kontroverse - es wurde absurderweise mit Satanismus und Selbstmord in Verbindung gebracht.

Jüngeren Zeitgenossen dürfte Dungeons und Dragons aus zahlreichen Erwähnungen in der Popkultur bekannt sein. So wurde die Serie etwa in den Serien „Stranger Things“ und „The Big Bang Theory“ des öfteren thematisiert. Sogar in Online Casinos findet sich ein Hommage an das Franchise, nämlich ein Dungeons & Dragons Spielautomat. Wer ihn einmal ausprobieren möchte, kann auf casinos.de nach einem geeigneten Anbieter suchen. Das Design dieses Mini-Spiels dürfte bei Fans jedenfalls die eine oder andere Erinnerung wecken. Auch Comics und Bücher nehmen immer wieder Bezug auf das Rollenspiel. Offensichtlich gehören auch zahlreiche Medienschaffende zu den mehr als 20 Millionen Menschen, die Dungeons & Dragons alleine in den USA gespielt haben. Da ist es kein Wunder, dass rund um das Franchise eine regelrechte Vermarktungswelle entstanden ist. Dazu gehören beispielsweise Bücher oder Actionfiguren, aber auch eine ganze Reihe von Videospielen. Die ersten davon erblickten Anfang der 80er Jahre das Licht der Welt, aber auch im 21. Jahrhundert setzt sich die Serie fort. Das äußert sich auch in zahlreichen Online-Ablegern, die die D&D-Welt - mal mehr, mal weniger gelungen - zum Leben erwecken.

Neverwinter

Eine der umfangreichsten Umsetzungen der D&D-Welt im Online-Gaming ist der Titel Neverwinter, ein free-to-play MMORPG das 2013 für den PC veröffentlicht wurde. Eine Version für die Xbox One folgte 2015, die PlayStation 4 bekam 2016 eine eigene Ausgabe. Obwohl die Kritiken eher verhalten ausfielen, konnte Neverwinter durchaus beachtliche Erfolge feiern. Fast 20 Millionen Spieler haben seit der Veröffentlichung ihr Glück in der Fantasiewelt der Forgotten Realms versucht, wie der Entwickler Cryptic Studios 2018 bekannt gab. Zusammen haben sie mehr als 60 Millionen Monster getötet – eine Statistik, die bei Tierschutzorganisationen eher schlecht ankommen dürfte. Die Beliebtheit dieser Version dürfte auch der Tatsache geschuldet sein, dass sie sich nicht nur an die Fans von Hardcore-MMORPGS richtet, sondern eine breitere Zielgruppe anspricht.

Warriors of Waterdeep

Wie jedes erfolgreiche Franchise kommt auch Dungeons & Dragons nicht um eine Mobile Gaming-Adaption herum. PC- und Konsolengamern entlockt eine solche Ankündigung meistens eher ein snobhaftes Kopfschütteln als Begeisterung. In diesem Fall zurecht, wie es scheint, denn der Spielspaß bei Warriors of Waterdeep hält sich in engen Grenzen. Auch wenn sich die Entwickler Mühe gegeben haben, gelingt es dieser Version nicht annähernd, an das echte D&D-Spielgefühl anzuknüpfen. Wer es dennoch einmal versuchen möchte, kann Warriors of Waterdeep kostenlos für Android oder iOS herunterladen. Zum Spielen ist lediglich eine Internetverbindung erforderlich. Wer nicht enttäuscht werden möchte, sollte seine Erwartungen allerdings eher niedrig ansetzen.

Dungeons & Dragons Online

Neverwinter ist nicht das erste free-to-play MMORPG, das auf der Dungeons & Dragons-Welt basiert. Schon 2006 wurde Dungeons & Dragons Online veröffentlicht. Das Spiel ist nur für den PC und den Mac erhältlich und war eines der ersten Rollenspiele, die nach dem free-to-play Prinzip vermarktet wurden. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung basierten die meisten MMORPGs auf einem Modell mit monatlichen Gebühren. Das Spiel finanziert sich über den Kauf von In-Game Artikeln wie Ausrüstungsgegenständen und besonderen Fähigkeiten. 2009 erhielt der Titel gleich mehrere Auszeichnungen als bestes free-to-play Rollenspiel.

Heroes of Neverwinter und Tiny Adventures

Auch zwei Browser-Games hat das Franchise bereits hervorgebracht. Beide wurden im sozialen Netzwerk Facebook veröffentlicht. Auf die Rollenspiel-Charts von Gamessphere schaffen es die beiden Titel leider nicht, denn sie wurden bereits wenige Jahre nach ihrem erscheinen wieder aus dem Netz genommen. Dungeons & Dragons: Tiny Adventures erblickte 2008 das Licht der Welt, im Jahr 2010 war es schon wieder Geschichte. Und Heroes of Neverwinter wurde vom Entwickler Liquid Entertainment nach rund einem Jahr wieder abgeschaltet. Es wurde 2011 veröffentlicht und schon 2012 wegen mangelnder Nutzung wieder entfernt. Verwunderlich ist das nicht wirklich, denn für echte Dungeons & Dragons-Fans dürfte dieser Ableger eher uninteressant gewesen zu sein. Anstatt einem stundenlangen, spannenden Spieleabend mit Freunden gab es hier nicht viel mehr als ein stupides Herumklicken.

Neverwinter Nights und Dark Sun Online

Schon in den 90er Jahren gehörten Dungeons & Dragons-Adaptionen zu den ersten Online-Rollenspielen überhaupt. Neverwinter Nights schrieb Geschichte als das erste Online Multiplayer-Spiel mit grafischer Darstellung. Von 1991 bis 1997 konnte es auf dem Netzwerk des amerikanischen Internetanbieters AOL gespielt werden. Zu seinen besten Zeiten spielten mehr als 100.000 Menschen Neverwinter Nights. Dieser Titel war auch bei Fans des Offline-Spiels äußerst beliebt und trug wesentlich dazu bei, die Fangemeinde im Rahmen einer Online-Community zu vernetzen. Dark Sun Online: Crimson Sands wurde 1996 für Windows 95 veröffentlicht, hatte aber nur eine kurze Lebensdauer. Das Spiel war bei der Veröffentlichung nicht nur randvoll mit Bugs, sondern auch anfällig für Hacker und Cheater. Als die Entwicklerfirma 1998 den Betrieb einstellte, wurden die Server nach nicht einmal zwei Jahren abgeschaltet.

  • Quelle: Redaktion

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