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Mangelware Singleplayer-Kampagne

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11.06.2019 - Seit Beginn der Spielegeschichte war der Multiplayer sehr beliebt bei den Gamern. Vom ursprünglichen Spiel Pong (1972) bis hin zu Online-Spielen wie Halo 2 (2004), der Multiplayer war schon immer ein wichtiger Bestandteil der gesamten Spielebranche. Allerdings versuchten Spieleentwickler immer ein Gleichgewicht zwischen dem Multiplayer und Single-Player zu schaffen, besonders für Konsolen.

In der Mainstream Gaming-Szene hat sich in den letzten Jahren allerdings immer mehr der Multiplayer durchgesetzt und die Entwickler steckten nicht so viel Arbeit auf den Single-Player. Online-Spiele sind auf PCs schon seit Jahren erfolgreich, aber auf Xbox One und PS4 hatten es Online-Games immer noch relativ schwer auf den Markt zu kommen. Viele Spiele wurden entwickelt (Star Wars Battlefront und Rainbow Six: Siege) und sind nur auf einen Multiplayer ausgelegt. Es existiert kein Single-Player. Spiele nur mit einem Multiplayer-Modus sind allerdings nicht neu. Es gibt diese Spiele schon lange (Battlefield 1943, Fat Princess oder Phantasy Star Universe). Danach folgten eine ganze Reihe Spiele, die auf den Single-Player Modus ausgelegt wurden: Bioshock, Skyrim und Deus Ex: Human Revolution. Es schien immer ein Gleichgewicht zwischen Einzel- und Mehrspielerspielen zu geben.

Warum sind Multiplayer so beliebt?

Der Aufstieg von Multiplayer-Online-Spielen hat in den letzten Jahren durch die Multiplayer-Community weiter zugenommen. Die wachsenden Trends in der Spieleindustrie bilden jedoch einen gefährlichen Präzedenzfall für die Zukunft von Online-Spielen. Im Großen und Ganzen sind Multiplayer-Online-Spiele sehr gut für den Markt. Das Online-Spielen mit Freunden ist zu einem Kernmerkmal jeder größeren Spielekonsole geworden. Es geht nicht nur darum, sich anzumelden und mit anderen Spielern auf der ganzen Welt zu spielen. Studien haben gezeigt, dass Online-Spiele Vorteile und die Fähigkeit haben, langfristige Beziehungen zu anderen aufzubauen.

Die Implementierung dieser Online-Spiele auf den Konsolen ist das eigentliche Problem. Es scheint, dass sich immer mehr Spiele zuerst auf den Online-Aspekt konzentrieren, bevor sie überhaupt an einen Single-Player Modus denken.

Bestes Beispiel: Destiny. Die Story des Games ist relativ schlicht gehalten. Es ist darauf ausgelegt, dass der Spieler sich mit anderen Spielern zusammenschließen muss, um bestimmte Aufgaben überhaupt lösen zu können. Man kommt also nicht weiter, wenn sich keine Gruppe findet. Destiny versucht die Spieler immer mehr in Kontakt zu bringen. Es ist vielleicht erwähnenswert, dass Destiny ein Rollenspiel ist. Rollenspiele glänzen normalerweise mit einem sehr guten Single-Player und einer soliden Story. Die Inhalte und die gesamte Story sind sehr simpel gehalten und die Story ist schnell erzählt. In der heutigen Zeit bevorzugen die meisten Spieler einen Mehrspielermodus (Koop und Wettbewerb). Diese Art des Multiplayer-Fokus ist auch in Spielen wie Battlefield 4 und in allen Spielen der Call of Duty-Reihe zu sehen. Sicher, es gibt einen Singleplayer, aber der Fokus liegt im Multiplayer-Modus. Daher konzentrieren sich auch die Spieleentwickler immer mehr auf den Multiplayer Modus. Beispiel Battlefield 4: Von 35 Trailern, die von DICE für Battlefield 4 veröffentlicht wurden, betrafen nur vier den Single-Player-Modus.

Aktuelle Trends

Destiny ist von umfangreichen Paketen / Erweiterungen wie dem kürzlich erschienenen „The Taken King“ zu einem eher auf Live-Events ausgerichteten Modell übergegangen. Was bedeutet das? Grundsätzlich erhalten die Spieler kostenlose kleine Inhaltsaktualisierungen, die je nach Veranstaltung zwischen einer Woche und drei Wochen dauern. Dieses Modell spiegelt einen wachsenden Trend wider, da Inhalte für Online-Spiele aufgeteilt und entweder über einen langen Zeitraum oder zu sehr hohen Preisen direkt an die Spieler verkauft werden. Viele Experten denken, dass die Gaming Industrie damit sicherstellen möchte, dass das Spiel auch über einen gewissen Zeitraum gespielt wird.

Beispiel Battlefront: Für die größeren Spielmodi gibt es bei Battlefront bereits viele Karten. Allerdings müssen sich die Spieler diese Karten extern dazukaufen. Sie sind also nicht Bestandteil des Starter-Pakets. Warum sollte ein Spieler dann 50 Euro für ein Original-Spiel bezahlen, das nicht vollständig ist, weil allein im Hauptspiel große Teile des Inhalts völlig fehlen? Das Problem ist die Gier der Spieleentwickler. Season Passes sind im Gaming-Bereich keine alltägliche Sache, aber jetzt muss für jedes einzelne Spiel eines zu einem wahnsinnigen Preis angeboten werden. 
Es gibt einen Markt für gut entwickelte Multiplayer-Videospiele. Wie die PC-Community bereits mit Titeln wie Team Fortress 2 und League of Legends bewiesen hat, scheint es, als würden Konsolenspieler eine verdrehte Version davon bekommen. Um eine dedizierte Online-Community aufzubauen und aufrechtzuerhalten, sind Inhalte und ein angemessener Preis für die betreffenden Inhalte erforderlich. Wenn Sie für das neueste Rainbow Six 60 Euro zahlen und nur kleine Teile des tatsächlichen Produkts erhalten, ist dies sehr schlecht für zukünftige Online-Spiele. 
Spiele hatten schon immer eine soziale Interaktion. Viele Spieleentwickler wollen aus diesem Grundinstinkt Kapital schlagen. Hierzu haben sie Multiplayer entwickelt, die nur darauf ausgelegt sind, den Spielern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Sie vermitteln den Spielern, dass dieser zusätzliche DLCs oder Add-Ons für das weitere Spielen benötigt.

Viele Experten meinen, dass DLC-Erweiterungen oder das reine Multiplayer-Genre damit abgeschafft wird. Wenn überhaupt, sollten wir dieses Genre weiter pflegen und ausbauen. Allerdings werden die Verbraucher durch überteuerte Preise hintergangen. Preislich überteuerte Abos, Spiele mit mangelhaftem Inhalt und ein massiver Drang zur Implementierung von Mikrotransaktionen sind das, was das Online-Erlebnis ruiniert. Die Spieleindustrie kommerzialisiert derzeit alles. Die Preise gehen ins Unermessliche. Es kann nicht sein, dass ein Spieler in einem Spiel am erfolgreichsten ist, wenn er oder sie das meiste Geld in Skins, Ausrüstungen oder Waffen investiert. Dadurch geht der ganze Reiz verloren.

Casual Games wie Casino Slots sind groß im Kommen, haben aber meist keine Kampagne

Casual Games sind gerade am Smartphone mittlerweile sehr beliebt geworden. Gerade simple Tower-Defence oder Casino Slots ohne Echtgeld werden beispielsweise immer wieder gern unterwegs im Zug gespielt.

Hier muss man jedoch auch sehen, dass es bei Casual Games eine wachsende Konkurrenz gibt, die eine Internetverbindung essenziell machen. Spätestens, wenn man mit Echtgeld Casino Games spielen will, benötigt man logischerweise eine bestehende Verbindung, ganz zu schweigen vom Online Account. Online Casinos locken neue Spieler auch sehr gern mit aktuellen Bonus-Aktionen, wie Freispiele auf Ihre Plattform. Derlei Bonusangebote können ganz einfach auf Seiten wie Casinobonusradar.com/de/ eingesehen werden.

Die Zukunft sieht insgesamt dunkel aus für ausgedehnte Singleplayer-Kampagnen

Single-Player Kampagnen mit einer wirklich schön geschriebenen Storyline und fesselndem Gameplay werden wohl auch in Zukunft immer seltener werden. Auch Spielehersteller sind gewinnorientierte Unternehmen, die wissen, dass Multiplayer-Titel langfristig mehr Geld abwerfen, allein schon durch diverse Microtransactions.

Man kann dennoch auf Franchises, wie The Elder Scrolls von Bethesda hoffen. Für den sechsten Teil der Reihe, Skyrim nachfolgend, wurde schon vor einigen Monaten ein Teaser veröffentlicht.

  • Quelle: Redaktion

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