Branche

Spielend Geld verdienen: Wie sind die Chancen wirklich?

Branche

30.05.2018 - Digitale Unterhaltungsmedien haben eine solche Größe erreicht, dass viel Geld im Spiel ist. Und zwar wortwörtlich, denn es gibt zahlreiche Möglichkeiten, in diesem Bereich Gewinne zu erzielen. Dabei sind jedoch längst nicht alle Chancen so gut, wie sie zunächst aussehen.

Neue Welt mit scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten

Ursprünglich war das Internet klar aufgeteilt. Auf der einen Seite standen die Anbieter, meistens in Form von Unternehmen, die digitale Dienste wie Webseiten, Shops oder Online-Spiele anboten. Auf der anderen Seite gab es Millionen potenzielle Kunden, die die Qual der Wahl hatten, wo sie ihr Geld ausgeben möchten. Inzwischen sind diese Grenzen stark aufgeweicht. Das Internet ist ein dynamischer, sich ständig wandelnder Organismus, in dem auch Privatpersonen die Chance haben, Geld zu verdienen.

Dieser Wandel ist vor allem bei der Branche der Online-Spielhallen zu sehen. Das Online Casino 888poker beweist, wie rasant die Szene wächst. Das Portal gehört zu der am schnellsten wachsenden Online Poker Marke und hat insgesamt mehr als 10 Millionen Mitglieder weltweit. Kein Wunder – denn dort gelten schließlich noch die jahrhundertealten Regeln des Glücksspiels, bloß unter besseren Bedingungen. Das Konzept ist allerdings noch immer dasselbe: Glück, Instinkt, Bauchgefühl und je nach Spiel auch Wissen, Mathematik und Psychologie ergeben eine große Gleichung, mit der sich Gewinn erzielen lässt. Die offiziellen Zahlen zeigen, wie populär das Online-Glücksspiel inzwischen ist: Milliarden sind im Umlauf und jeder möchte ein Stück des Kuchens abbekommen.

Dass das grundsätzlich möglich ist, daran besteht kein Zweifel. Von einem langfristig verlässlichen Einkommen kann dabei aber nicht die Rede sein. Denn sowohl bei Slot-Games als auch bei Klassikern wie Roulette oder Black Jack gibt es immer den Bankvorteil, der auf Dauer zugunsten des Anbieters arbeitet. Die einzige Ausnahme ist Poker, da dort Spieler gegen Spieler antreten.

Einfach YouTuber werden und Geld verdienen?

Andere Optionen sind also gefragt. Ein starker Trend der letzten Jahre ist das Dasein als YouTuber: Hier werden Einnahmen über Werbeeinblendungen in den Videos erzielt. Nennenswerte Beträge kommen jedoch erst zusammen, wenn die Videos hohe Zuschauerzahlen haben. Es müssen also nicht nur ständig neue, interessante Inhalte generiert werden, sondern auch die Vermarktung muss passen. Immerhin: Praktisch jede Kategorie wird abgedeckt, es gibt kaum Einschränkungen, da es für jeden Themenbereich viele potenzielle Abonnenten gibt.

Als besonders erfolgreich haben sich sogenannte „Let’s play“-Videos erwiesen. In diesen werden aktuell angesagte Computerspiele (allen voran die beliebten Battle-Royale-Shooter) gespielt und da dieses Thema extrem verbreitet ist, finden die Videos großen Anklang. Allerdings ist die Produktion der Inhalte mit großem Aufwand verbunden und selbst dann gibt es keine Garantie, dass der Kanal die nötige Zahl an Zuschauern gewinnt. Ebenfalls wichtig: Kamerascheu sollte man für diesen Job nicht sein.

Der große Traum: Gaming-Skills gegen Geld wechseln

Wer gut und gerne in Online-Spielen aktiv ist, der kann auch direkt dort aktiv werden. Dabei steht zunächst eine Analyse an: Welche Produkte sind innerhalb des Spiels gefragt? Das kann Ingame-Währung sein, aber auch Items, also wertvolle virtuelle Gegenstände. So gab es bei Diablo 3 ein Auktionshaus, in dem mit Echtgeld gehandelt wurde. Um dort gutes Geld zu verdienen, mussten die Gegenstände logischerweise sehr selten sein, was wiederum viel Spielzeit gepaart mit Systematik erforderte. Manche Spieler setzten sogar externe Tools wie Bots ein, um die Chancen zu erhöhen.

In manchen Spielen gibt es außerdem eine Nachfrage nach ganzen Accounts. Dabei hilft der Blick zurück auf die Hochzeiten von World of Warcraft vor über zehn Jahren. Charaktere auf Maximalstufe (damals Level 60) und mit sehr guter Ausrüstung wurden reihenweise für viel Geld verkauft. Preise von teilweise weit über 1.000 Euro waren keine Seltenheit. Allerdings: In den Accounts steckte extrem viel Spielzeit – im normalen Arbeitsleben hätte man in dieser Zeit deutlich mehr Geld verdienen können.

Gerade dieses Beispiel zeigt also sehr deutlich, dass viele Einkommensquellen attraktiv klingen, es aber nicht wirklich sind. Nicht zu vergessen ist dabei, dass immer nur die Spitze des Eisbergs erfolgreich ist. Es dahin zu schaffen, ist ein langer und schwerer Weg, der nur schwer planbar ist und bestimmte Talente voraussetzt. Im Normalfall gilt also: Spiele sollten weiterhin als das gesehen werden, was sie sind, und nicht als genial einfache Einkommensquelle, die nebenbei auch noch Spaß macht.

  • Quelle: Redaktion

Highlight Games