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Survival-Spiele weiter im Trend - auch ohne Mikrotransaktionen

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28.05.2018 - Survival-Spiele dominieren die heutige Gaming-Szene wie kaum ein anderes Genre. Innovation und Faszination sind die Voraussetzung, Echtgeldtransaktionen werden als notwendiges Übel akzeptiert. Doch es gibt auch Ausnahmen.

Survival gesucht? Unendliche Möglichkeiten im Blick

Mit nichts als nackter Haut in einer lebensfeindlichen Umgebung starten, ausgestattet mit überschaubaren Skills und einer Menge Hoffnung: Das sind Survival-Spiele und der Hype, der um dieses Genre entstanden ist, scheint keine Grenzen zu kennen. Der erste große Schritt in diese Richtung war Minecraft vor beinahe zehn Jahren. Das genial einfache Konzept zeigte, dass die Grafik relativ egal sein kann, wenn die Spielidee schlichtweg überragend ist.

Besonders faszinierend waren dabei nicht nur die kreativen Möglichkeiten, sondern die Kombination aus Bauen und Überleben. Aufgrund des weltweiten Erfolgs des Klötzchen-Spiels war der Weg geebnet für weitere Titel dieser Art. Es folgten Spiele wie DayZ und Rust, die der Leidenschaft für Zombies Tribut zollten, was weitere Independent-Produktionen wie Zombiedemic anspülte. Aktuell stehen Fortnite und PUBG hoch in der Spielergunst, mit State of Decay 2 steht ein weiterer potenzieller Hit in den Startlöchern.

Für innovative Studios ist dieser Trend Fluch und Segen zugleich. Kreative Lösungen sind angesagt und das bedeutet, dass Entwickler gerne neue Grenzen erforschen dürfen. Gleichzeitig steigt jedoch der Konkurrenzkampf und da wirklich ausgereifte Spiele viel Geld benötigen, ist die Finanzlage trotz guter Verkäufe oft eng.

Wie wichtig ist Echtgeld in Survival Games?

Für viele Spieler hat die neue Gaming-Welt deswegen einen faden Beigeschmack. Denn Hersteller versuchen an allen Ecken und Enden, weitere Einnahmen zu generieren. Dabei kommt es auf die Umsetzung im Detail an: Manche Ingame-Käufe sind sehr subtil eingebaut und fühlen sich optional an, während andere Spiele ihr digitales Sortiment geradezu aufdrängen.

Die Community reagiert recht allergisch auf solche Maßnahmen. In diesem Punkt unterscheidet sich die Videospielszene grundlegend von anderen verspielten Segmenten, in denen es um echtes Geld geht. Ein logischer Gegenpol sind Online Casinos, da der Geldfluss (in beide Richtungen) dort eine natürliche Voraussetzung ist. Dank Internet haben Spieler zahlreiche Möglichkeiten, ihren möglichen Gewinn zu maximieren. Das beginnt bereits mit der Anmeldung: Auf Portalen wie spielerkartell.com werden aktuelle Bonusaktionen aufgelistet und das ist eine große Hilfe, um sich in der niemals endenden Auswahl zurecht zu finden.

Erkenntnis: Videospiele sind keine Glücksspiele

Bei Computerspielen gilt jedoch eine andere Prämisse und deswegen ist es umso wichtiger, feinfühlig vorzugehen. Wer spielen will, der plant nicht, nach dem Kauf noch mehr Geld auszugeben. Umso erfreulicher ist es, wenn neue Spiele tatsächlich gar keine Mikrotransaktionen anbieten. Das neue Survival-Rollenspiel Conan Exiles geht mit gutem Beispiel voran: Das Abenteuer im fiktiven Universum von Robert E. Howard sorgte schon in der langen Early-Access-Phase für Aufsehen, spätestens seit dem offiziellen Release ist der Titel auch im Massenmarkt angekommen. Die Steam-Charts sprechen für sich.

Man kann allerdings davon ausgehen, dass dies eine Rarität bleiben wird. Nicht nur in Survival-Spielen, sondern in allen Genres sind Mikrotransaktionen fest verankert. Und so lange die Einnahmen größer sind als die entgangenen Gewinne durch abgeschreckte Spieler, wird sich daran auch nichts ändern.

  • Quelle: Redaktion

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