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INTERVIEW SEITE 1/3


Steel Legions
» Im Gespräch mit Mark Buchholz von Splitscreen Studios.

In Steel Legions zieht ihr in einem Kampfkolosse für eine der vier rivalisierenden Imperien durch das neu entdeckte Land, um für deine Seite Rohstoffe zu sichern. Aber auch Plünderer ziehen durch das Land und der Gegner ist nah an diesem gefährlichen Ort. Wir haben uns mit Mark Buchholz von Splitscreen Studios unterhalten.


GamesSphere: Hallo Mark! Danke, dass Du dir Zeit für ein Interview mit uns genommen hast. Stell Dich doch bitte kurz vor!

Mark: Moin, moin. Gerne. Ich heiße Mark Buchholz, ich gestalte und koordiniere die Projekte des unabhängigen Hamburger Spieleentwicklers Splitscreen Studios. Einige werden von Pirate Galaxy vermutlich schon einmal gehört haben, das war unser Debut-Titel – ein großer Erfolg.

GamesSphere: Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch zum Start der Open Beta von Steel Legions. Wie ist Steel Legions bisher angelaufen?

Mark: Ich war zugegebenermaßen ein wenig nervös. Mit Steel Legions haben wir uns ein wenig vom Standard bei MMOs wegbewegt und haben ein kleines Experiment gewagt. Obwohl wir selbst viel Spaß bei der Entwicklung hatten, sehen die Spieler manche Dinge doch anders und kritischer. Jetzt bin ich ein wenig entspannter. Die Spieler mögen das Spiel, die Technik ist stabil. Da hat unser Team wirklich gute Arbeit geleistet.

GamesSphere: Wie seid ihr auf die Story von Steel Legions gekommen?

Mark: Am Szenario von Steel Legions haben wir lange gefeilt. Zunächst wollten wir uns nach dem relativ sauberen Universum von Pirate Galaxy ein wenig die Hände schmutzig machen. Da lagen Stahl, Dampf, Öl und historische Elemente nahe. Allerdings wollten wir auch nicht die gängigen Szenarien wie Fantasy oder Weltkriege aufgreifen, sondern etwas Neues kreieren. Da wir ein PvP-Spiel machen wollten, brauchten wir verschiedene Parteien, die glaubhaft in solch einer alternativen Vergangenheit gegeneinander antreten konnten, ohne zu ernst zu wirken. Unsere Artists haben dann verrückte Maschinen gebaut und ungewöhnliche, aber sympathische Anführer gezeichnet, bis wir alle gesagt haben: das ist es! Das machen wir!

GamesSphere: Wie viele Personen arbeiten derzeit an Steel Legions?

Mark: Unser Team bei Splitscreen Studios besteht derzeit aus 15 internen Mitarbeitern. Zusätzlich arbeiten wir mit externen Kräften zusammen, etwa für Community Management, Musik oder Serverdienstleistungen. Da unsere Spiele auf unsere eigenen Technologie aufsetzen,kann unser Team flexibel zwischen den Projekten wechseln. Intern sind derzeit rund acht Mitarbeiter voll bei Steel Legions involviert.

GamesSphere: Wo liegt grundsätzlich der Unterschied zwischen den vier Fraktionen und beeinflusst die Wahl das Gameplay?

Mark: Nein, die Wahl des Imperiums beeinflusst nicht das Gameplay. Die Imperien verfügen über identische Technologien. Dazu haben wir uns bewusst entschieden, denn wir wollten vermeiden, dass die Spieler eine Wahl, die sie bereits zu Beginn treffen, später bereuen könnten. Die Spieler haben ihr Hauptquartier zwar an unterschiedlichen Orten auf der Karte, aber grundsätzlich können Spieler aller Fraktionen die gleichen Ziele erreichen.

GamesSphere: Beim erstmaligen Starten bekommt man einen Bonus, wenn man eine bestimmte Fraktion wählt. Wird immer die schwächste Fraktion unterstützt oder ist der Boni zufällig?

Mark: Ich sehe, ihr habt unseren kleinen Trick sofort durchschaut. Jeder Spieler bekommt einen Willkommensbonus, aber tatsächlich wir bieten einen zusätzlichen Bonus für Spieler an, die sich der Fraktion mit den derzeit wenigsten Spielern anschließen. Damit halten wir ein Gleichgewicht zwischen den Imperien.

GamesSphere: Welche Möglichkeiten gibt es, zu Schrott, Munition und nützlichen Gegenständigen zu kommen?

Mark: Wie bei den meisten MMOs können die Spieler auch bei Steel Legions ihren Bedarf durch das Bekämpfen von NPCs decken. Bei Steel Legions heißen sie "Plünderer". Von diesen können die Spieler sämtliche im Spiel verfügbaren Gegenstände stehlen. Die wertvollste Währung im Spiel sind die Goldmünzen. Diese kann man ebenfalls stehlen. Zusätzlich schütten wir sie als täglichen Bonus an die Spieler aus. Da Steel Legions kostenlos ist und keine Gebühren verlangt, ist es ebenso möglich eine Abkürzung zu nehmen und Goldmünzen direkt zu erwerben. So können die Spieler selbst entscheiden, für welchen Service sie bezahlen möchten oder eben nicht.

GamesSphere: Wie kann man den eigenen Koloss stärken und ergeben sich hierdurch neue Möglichkeiten im Spiel?

Mark: Es gibt eine ganze Reihe an Möglichkeiten zur Aufrüstung. Besonders mögen wir die Möglichkeit, seinen Koloss aus verschiedenen Bauteilen zusammenzubauen oder mit Legierungen zu versehen. Damit kann man seine ganz individuellen Maschine gestalten.

Besonders viel Spaß haben wir mit den „Taktischen Waffen“. Damit kann man seine Gegner richtig schön ärgern: mit der Teerkanone ihre Flucht vereiteln, ihnen mit der Nebelkanone die Sicht nehmen oder mit dem Flammenwerfer einheizen.

Die dritte Besonderheit bei Steel Legions ist die Mannschaft. Bis zu fünf Crew-Mitglieder kann der Spieler derzeit rekrutieren. Sie bieten völlig unterschiedliche Vorteile im Spiel: vom Waffen-Experten, der die Feuerkraft verbessert, über Kommandanten für mehr Erfahrungspunkte bis zum Händler, der satte Rabatte für alle Gegenstände aushandelt. Spannend dabei ist auch: jedes Mitglied sammelt Erfahrungspunkte und kann trainiert werden, bis es seine Fähigkeiten voll ausschöpfen kann.

GamesSphere: Im Spiel selber levelt man seinen Koloss in Missionen. Erhält man nur dadurch Erfahrungspunkte, die einen den Aufstieg in die nächste Erfahrungsstufe ermöglichen?

Mark: Richtig. Mit Steel Legions wagen wir eine spannende Kombination aus PvP (Kampf gegen Spieler) und PvE (Kampf gegen computergesteuerte Einheiten). Missionen führen den Spieler in schnelle, actionreiche Missionen gegen andere Spieler. Zum Beispiel verteidigen die Spieler einen Bunker gegen ein anderes Team oder müssen einen Container mit Gold stehlen. Wer gewinnt, bekommt Erfahrungspunkte. Gegen den Computer kann der Spieler sich die nötigen Gegenstände erspielen, wie etwa Goldmünzen, Munition, Öl und Reparatureinheiten.

GamesSphere: Gibt es hier stetig völlig neue Missionen zu bestreiten?

Mark: Missionen in Steel Legions ähneln vom Prinzip denen bekannter Mehrspieler-Spiele, in denen zwei Teams gegeneinander antreten. Man spielt sich nicht durch eine Story, sondern wird vom Kommandanten seines Imperiums zu Aufträgen gegen die Rivalen geschickt. Das bedeutet, es gibt einen Pool an Missions-Typen, die zufällig an völlig unterschiedlichen Orten auf der Karte ausgetragen werden. Einmal eskortiere ich mit meinem Team einen Transporter durch Feindesgebiet, ich greife einen feindlichen Bunker an oder plündere die Mine eines rivalisierenden Imperiums. Und immer wollten mich die Gegenspieler daran hindern.

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