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(31.07.2008) GamesSphere Redaktion:

AirRivals im Test
 - Das neue Dogfight-MMO von Gameforge 4D

In Übersee schon seit Jahren bekannt und beliebt, ist AirRivals seit einiger Zeit auch in unseren Breiten verfügbar. Grund genug es sich einmal etwas näher anzusehen.

 
Wer gerne in seinem Hightech-Jäger den Himmel von Ungeziefer und sonstigem Gesindel säubert, dazu noch MMO-Fan ist und eine Vorliebe für ostasiatische Comics hat, der wird bei Air Rivals (AR) gut aufgehoben sein.

Ein großer Pluspunkt ist der Kostenfaktor: das Spiel ist komplett umsonst spielbar. Zwar kann man auch hier für echtes Geld Upgrades kaufen, dadurch finanziert sich das Spiel schließlich auch, diese sind aber oft nur kosmetischer Natur. Zum Beispiel kann man seinen Avatar mit netten Accessoires individualisieren, was viele interessieren wird, denn die Standartauswahl hat nicht all zu viele Charaktere zu bieten. Aber als echter Krieger kann man auch ohne äußerlichen Firlefanz auskommen und sich lieber mit inneren Werten wie Abschussrate, Angriffswert und Spezialfähigkeiten brüsten.


Das Gameplay von AR lässt sich mit einfachen Worten ziemlich präzise beschreiben: "Flieg los und schieß Anzahl x der Feinde/Monster a, b und c ab." Als Sold für erfolgreich abgeschlossene Missionen bekommt man dann wertvolle "SPI" mit denen man sein "Gear", wie die Flugzeuge hier genannt werden, wieder mit Waffen und Treibstoff auftanken kann.

Das Hauptaugenmerk des Spiels liegt allerdings nicht auf den Missionen, sondern auf actionenreichen PvP-Duellen. Und davon gibt es reichlich. Nachdem man sich mit erreichen von Level 11 (was ziemlich schnell passiert) einer Fraktion angeschlossen hat, kann man in so genannten "Battlezones" gegen Spieler der jeweils anderen Fraktion antreten.

Interessant bei Air Rivals ist, dass z.B. Level 50 Charaktere gegenüber Anfängern nicht unverwundbar sind und man so z.B. im Team oder durch taktische Überlegenheit ebenfalls die Chance zum Sieg hat. Allzu viele Treffer hält man dann allerdings nicht aus.

Da aber der "Tod", außer vielleicht der Schande einer Niederlage, keine weiteren Folgen hat, macht es riesigen Spaß sich todesmutig in den Kampf zu stürzen.

Hat eine Fraktion durch die Erfüllung der verschiedenen Missionen eine bestimmte Punktzahl erreicht, wird ein riesiges Mutterschiff ins jeweils feindliche Lager entsendet. Dieses gilt es dann, je nach Seite, eine gewisse Zeit lang zu verteidigen oder vor Ablauf der Frist zu zerstören. Wenn es gelingt das Schiff zu zerstören, winken wertvolle Items.

Bei den meisten MMO-Vertretern ist das so genannte "grinden" eine lästige Pflicht für Aufstiegswillige. Und auch bei diesem Exemplar der Gattung wird man damit nicht verschont. Man bekommt nach Erfüllung einer Mission zwar satt Erfahrungspunkte, jedoch reichen diese später nicht mehr für einen Level-Aufstieg aus. Neue Missionen bekommt man aber nur mit entsprechend hohem Level. Also muss man raus und Monster und Feinde jagen, um neue Missionen frei zuschalten.

Glücklicherweise ist eine große Kartenvielfalt mit abwechslungsreichen Terrains gegeben. So gibt es neben Dschungel- und Gebirgslandschaften auch Tunnel- oder Weltraumumgebungen wobei die einzelnen Karten ruhig auch größer hätten ausfallen können. Es kommt öfter vor, dass man einem Monster hinterher jagt und dann am Kartenrand unsanft in die Gegenrichtung gewendet wird, was wiederum die Orientierung durcheinander bringt.

Die nur teilweise vorhandene Sprachausgabe kann, zumindest auf Englisch, nicht wirklich überzeugen. Nachdem "Operator Gina" das hundertste Mal ihr stark Akzentuiertes "NOW" geschnarrt hat, möchte man der guten Frau einfach nur noch einen Knebel verpassen. Überhaupt wirkt die Sprachausgabe zum Teil wie ein Fremdkörper, da nur die Einführungstexte vertont sind und sich "Gina" sonst auch nur nach einem erfolgreichen Einsatz meldet um einem nochmals zu erklären, dass man soeben den Einsatz erfolgreich bestanden hat. Das wichtigere Mission-Briefing jedoch wurde nicht vertont. Das macht allerdings aufgrund des oben beschriebenen Spielprinzips, nicht viel aus.



Aber genug gemeckert, AirRivals bietet für kleines Geld großen Spaß und kann aufgrund der abwechslungsreichen PvP-Kämpfe auch über längere Zeit begeistern. Die Grafik reißt selbstverständlich keine Bäume mehr aus, interessiert aber in der Hitze des Gefechts auch kaum. Wem Klassiker wie Star Fox oder Crimson Skies gefallen, der sollte sich Air Rivals auf jeden Fall einmal ansehen.


Die Systemanforderungen (Herstellerangaben):

Minimum:

  • - Win 98, Win XP, Win 2000
  • - 1 GHz Pentium 3
  • - 512 MB RAM
  • - 32 MB Grafikkarte
  • - DirectX 9-kompatible Grafikkarte
  • - Window kompatible Maus
Empfohlen:
  • 1,8 GHz Pentium 4
  • 1 GB RAM
  • 64 MB Grafikkarte



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