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(13. Feb 07) Nils Freitag, Games Sphere Redaktion:
Interview
- mit Jirko Cernik von Freewar
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Freewar ist eines der erfolgreichsten deutschen Browsergames, die es derzeit auf dem Markt gibt.
Speziell in der Rollenspielszene erfreut es sich großer Beliebtheit und wird ständig
weiterentwickelt. Das 3jährige Jubiläum vor wenigen Wochen haben wir zum Anlass genommen,
einmal mit dem Entwickler hinter Freewar zu sprechen.
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Games Sphere: Schönen guten Tag, Herr Cernik. Wollen Sie sich unseren Lesern kurz
vorstellen?
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Sotrax: Also, Herr Cernik werde ich normalerweise nicht genannt, in Freewar
eher Sotrax, privat eher Jirko. Ich bin der Hauptprogrammierer von
Freewar.de und habe Medieninformatik in Tübingen studiert.
Games Sphere: Freewar ist eines der bekanntesten deutschen Browsergames in der
MMORPG-Szene (Massiv Multiplayer Online Roleplay Game).
Trotzdem kennen Sie als Programmierer das Spiel wohl am Besten. Wie
würden Sie einem Neuling Freewar beschreiben?
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Sotrax: In Freewar kann man sich beliebige Ziele setzen und diese erreichen.
Hauptsächlich geht es darum eine fremde Welt zu erkunden und jede
Menge Dinge zu entdecken, böse Kreaturen zu besiegen und neue Freunde
zu finden.
Games Sphere: Freewar feierte im vergangen Jahr sein 3jähriges Jubiläum. Wie kamen
Sie eigentlich auf die
Idee ein Browsergame zu schreiben und wo haben Sie die Ideen für das
Spielkonzept her? Haben Sie Sich inspirieren lassen?
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Sotrax: Vor Freewar kannte ich keinerlei Browsergames, eigentlich wollte ich
nur mal bisschen rumspielen um zu sehen was technisch möglich ist. Die
erste Beta von Freewar war auch vollkommen anders, als das Spiel
heute. Es hat sich sehr stark entwickelt und es macht mir unglaublich
viel Spass immer neue Sachen in Freewar einzubauen und zu sehen wie
diese bei den Spielern ankommen.
Games Sphere: Freewar besticht durch die vielen Möglichkeiten und Alternativen, die
sich jedem Spieler bieten.
Gibt es etwas auf das Sie besonders stolz sind und das Sie als
Aushängeschild für Freewar bezeichnen würden?
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Sotrax: Was ich selbst sehr cool an Freewar finde ist die direkte Interaktion,
man macht etwas und sieht sofort die Konsequenzen davon, nehmen wir
als Beispiel das Wirtschaftsystem in Freewar, vor Allem die Börse:
Wenn man dort nun eine Aktie kauft, steigt auch sofort der Kurs dieser
virtuellen Aktie.
Auch gut finde ich, dass man sich Stück für Stück an die einzelnen
Möglichkeiten in Freewar rantasten kann, man wird als neuer Spieler
merken, dass es fast immer noch irgendetwas zu entdecken gibt, dass
man noch nicht kennt. Dennoch ist man nicht gezwungen alles zu kennen,
man kann auch spielen und Spass haben und lediglich die Grundlagen in
Freewar verstanden haben.
Allerdings gibts auch noch eine Menge Sachen die ich für
verbesserungswürdig halte und dich in nächster Zeit verändern werde.
Games Sphere: Im Zuge unserer Recherchen haben wir regen Kontakt mit der Community
Freewars gehabt und durften erfreut feststellen, dass die Mehrzahl der
Spieler auch nach langer Zeit noch fasziniert von Ihrem Spiel sind. In
einigen Gesprächen mit Freewar-Usern wurde besonders auf die
regelmäßigen Erweiterung und Neuerungen hingewiesen, die das Spiel nie
langweilig werden lassen. Nehmen Sie sehr häufig die Vorschläge der
Community auf und setzen diese um oder liegt das Hauptaugenmerk auf Ihren eigenen Ideen?
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Sotrax: Das hängt davon ab, ich schaue mir die Ideen der Community genau an
und überlege dann ob diese sinnvoll sind, bzw. ob sie sich überhaupt
realisieren lassen. Dieser Vorgang kostet Zeit, aber heraus kommt ein
Mischmasch aus meinen Ideen und den Ideen der Community. Ich bin
jedoch sehr froh über die regen Vorschläge, die von den Spielern
kommen, ohne diese Community wäre Freewar heute nicht das, was es ist.
Schwierig ist es halt bei Neuerungen bei denen die Community gespalten
gegenüber steht, man kann es kaum jedem recht machen. Ich versuche
dann meist einen guten Mittelweg zu finden, ob mir das auch wirklich
gelingt muss wohl jeder Spieler für sich entscheiden.
Games Sphere: Das klingt nach sehr viel Arbeit und Engagement! Haben Sie ein Team,
dass sie unterstützt? Welche Bereiche treten Sie ab?
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Sotrax: Freewar hat unglaublich viele Helfer, sonst wäre das ganze nicht
möglich. So gibt es alleine über 100 Moderatoren, Spieler welche
Kartenvorschläge im Forum einreichen, User-Ideen und natürlich auch
Administratoren die helfen, dass alles so läuft wie es läuft.
Weiterhin gibt es über 10 Leute die sich um den Spieler-Support
kümmern, falls mal etwas nicht so klappt wie es soll. Für all diese
Hilfe bin ich sehr, sehr dankbar.
Ich selbst entscheide jedoch letztendlich was seinen Weg in die Welt
von Freewar findet und was nicht.
Games Sphere: Waren Sie jemals an einem Punkt angekommen, an dem Sie alles einfach
hinschmeißen wollten?
Schließlich haben Sie ein gewaltiges Projekt auf die Beine gestellt,
welches sicherlichviel Arbeit und Stress macht. Woher nehmen Sie ihre
Motivation und die Energie um auch an einem Tiefpunkt nicht aufzugeben?
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Sotrax: Es gibt natürlich immer mal so wieder einen Punkt, wo einen die ganze
Sache mal nervt. Jedoch macht es mir einfach unglaublich viel Spass an
Freewar zu programmieren und auch die steigenden Userzahlen sind
natürlich eine Motivation, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Ganz
davon abgesehen habe ich alleine durch die regelmässigen
Freewar-Treffen so viele nette Leute kennengelernt, das will ich nicht
mehr missen.
Games Sphere: Der Browsergamemarkt wächst stetig und fast täglich gehen neue Spiele
online. Freewar hat sich in der Szene sehr gut etabliert und sich
einen Stammplatz geschaffen. Was planen Sie, damit das auch so bleibt?
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Sotrax: Ich sehe den Browsergames-Markt eigentlich nicht als einen Markt
voller Konkurrenten sondern es gibt da draußen eine Menge toller
Spiele und jeder soll das spielen, was ihm gefällt.
Für Freewar selbst kann ich nur sagen, dass da noch eine Menge geplant
ist und die Leute werden sich wundern, was es alleine noch dieses Jahr
an interessanten Neuerungen in Freewar geben wird.
Games Sphere: Wollen Sie unseren Lesern vielleicht einen Einblick in die Zukunft
von Freewar gewähren? Was wird uns erwarten?
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Sotrax: Es werden natürlich neue Items und neue Gebiete kommen. Besonders
geplant ist die Einführung starker Amulette, welche jedoch auch sehr
schwer zu bekommen sein werden. Weiterhin plane ich derzeit einen
Dungeon, den man sozusagen aufbauen muss, um ihn betreten zu können.
Also man kann sich dass dann so vorstellen, dass man beispielsweise
Holz benötigt um den Eingang einer Mine erst zu bauen, bevor man
hinein kann und nach ein paar Tagen stürzt diese dann wieder ein.
Es werden aber auch für Händler und für das Wirtschaftsystem einiges
ganz neues kommen sowie neue Dinge für Leute die gerne andere Spieler
killen. Auch ist irgendwann eine neue Rasse geplant, da diese aber
bereits seit über einem Jahr geplant ist, sage ich mal lieber nicht,
wann ich denke, dass diese kommt.
Es lohnt sich also öfter mal im Freewar Forum im Bereich Ankündigungen
vorbeizuschauen, dort werde ich regelmässig posten was so alles ins
Spiel kommt. Und da wird jeden Monat irgendwas neues dabei sein.
Games Sphere: Bei diversen Gesprächen mit begeisterten Spielern kam häufiger die Frage
nach dem "Buch des Glücks" und die Charaktereigenschaft "Glück" auf.
Ist der Vorteil durch diese Eigenschaft ein Geheimnis oder verraten
Sie uns, was es damit auf sich hat?
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Sotrax: Nunja, ein bisschen Glück kann doch sicher jeder mal brauchen, oder
nicht?
Games Sphere: Haben Sie vor die Browsergame-Szene mit einem weiteren guten Spiel zu
erfreuen, sobald Sie Freewar auf einem "Endstand" haben oder wird es
nie eine finale Version geben?
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Sotrax: Solange es Leute gibt, die Spass in Freewar haben, werde ich Freewar
auch weiterentwickeln. Ansonsten, Lust mal ein neues Game zu machen
hätte ich schon (evt. mal im Science-Fiction Bereich ein Rollenspiel)
nur leider fehlt mir dazu derzeit die Zeit, vielleicht finden sich ja
aber mal ein paar Helfer mit denen ich sowas auf die Beine stellen
kann.
Games Sphere: Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg!
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