Terra Militaris

Mit Helden ins Schlachtgetümmel: Test des komplexen Strategiespiels

Terra Militaris

02.07.2011 - Nach anfänglichen Aufbauarbeiten haben wir Helden ausgebildet und uns zunehmend auf immer schwierigere Kriegsschauplätze gewagt. Das Spiel verbindet bekannte Prinzipien ala Travian mit Inhalten aus Spielen wie Civilisation oder Age of Empires. Ob dies funktioniert oder scheitert, lest ihr im Test.

WERTUNG



EINSTIEG 17/20

  • Zügiger, gut angeleiteter und übersichtlicher Start ins Spielgeschehen
  • Tutorial in geschickter Questform mit motivierenden Belohnungen
  • Anfängerschutz, bis 600 Ruhmpunkte erreicht sind
  • Lustige Sprüche und Tipps der NPC-Stadtbewohner
  • Nützliche Mouseover-Einblendungen helfen direkt und unkompliziert
  • 4 Völker: Römer, Chinesen, Perser und Ägypter, mit unterschiedlichen Vorzügen und Spezialeinheiten
  • Fest integrierter User-Chat mit hilfsbereiten Spielern, die Tipps geben
 
  • Umständliche und missverständliche Registrierung auf der Website
  • Zusatz-Informationen müssen unkomfortabel gescrollt werden, da teils nur Platz für 1-2 Zeilen Text ist
  • Teils werden von den vier Zivilisationen einige verwehrt, wenn zu viele Spieler diese spielen: Warum dann eine Auswahl?

GAMEPLAY 16/20

  • Sehr komplexes User-Interface, das nach etwas Einspielzeit aber gut verständlich ist
  • Umsetzbare Gebäude verzeihen Fehler in der Städteplanung
  • Kämpfe werden optional komplett animiert dargestellt, samt Wegfindung der Truppen
  • Kämpfe können automatisch oder in Echtzeit mit speziellen Heldenfertigkeiten selbst ausgeführt werden, wobei das Gelände genutzt werden kann
  • Viele gut durchdachte Einblendungen wie bspw. Zeitangaben, wann das Lager voll sein wird
  • Sehr schönes Map-Design, das viele Details und zudem Abwechslung bietet
  • Stimmungsvolle Musik und Audioeffekte
  • Wartezeiten lassen sich durch andere Aufgaben überbrücken
  • Aufteilung in Stadt-, Umwelt- und Weltgebiet mit jeweils vielen Möglichkeiten
  • Zeitaufwand steigt moderat an und schnelle Erfolge machen Lust auf mehr
 
  • Selbst kurze Beschreibungstexte müssen gescrollt werden, weil der Darstellungsplatz viel zu klein gewählt wurde
  • Einige Textmeldungen und Worte sind unklar bzw. falsch übersetzt
  • Kampfanimation verdeckt durch Bäume, kein Fading, um zu sehen, was passiert
  • Die manuelle Kampfsteuerung ist ungenau und bei zahlreichen Truppen schwer

GRAFIK 18/20

  • Schöne, detaillierte Bilder von der Welt, den vielen Gebäuden, Items und Einheiten
  • Die Gebäude der vier Völker sehen teilweise unterschiedlich aus und erschaffen so eine kulturspezifische Stimmung
  • Animierte NPCs und Einheiten sowie Effekte bei Gebäuden beleben das Spiel
  • Viel grafische Abwechslung: Insbesondere die Weltkarte bildet einen Gegenpol zu den vielen Strategiespielen mit langweiligen Weltkarten mit Billigbausatz
  • Der Entwicklungsstand einer Stadt und der Gebäude sind an der Darstellung erkennbar
  • Filigrane Grafik der Menüs
  • Optik erinnert in Summe an eine angenehme Mixtur bekannter PC-Titel wie Civilisation oder Age of Empires
 
  • Bildqualität leider stellenweise unscharf oder leicht verpixelt
  • Unschärfe am Bildrand soll Tiefe bilden, hat aber eher einen störenden Effekt, der die schöne Grafik etwas abwertet

TECHNIK 17/20

  • Anzeige der Verbindungsqualität zum Server
  • Flashoberfläche passt sich dynamisch der Bildschirmauflösung an und bietet in Full-HD eine tolle Atmosphäre
  • In Summe zügige Ladezeiten
 
  • Manchmal kurze Lade-Verzögerungen bei hohem Spieleraufkommen

UNTERHALTUNG 18/20

  • Umfangreiche Ausbau-, Forschungs- und Handelsmöglichkeiten, steigende Anzahl von Gebäuden
  • Fünf Entwicklungs-Zeitalter, die neue Features wie Gebäude und Truppen freischalten
  • Komplexes Heldensystem: Drei verschiedene Heldentypen. Mehrere Helden lassen sich ausbilden und mit Items ausrüsten. Sogar Set-Items mit Spezialboni gibt es
  • Das Einflussgebiet einer Stadt zu erweitern, bietet sukzessive mehr Angriffsziele im Umland
  • Kämpfe gegen NPCs oder andere Spieler, wobei etliche NPC-Gegner im Umland und der Weltkarte sind
  • Drei Kategorien von Quests: Haupt-, Wachstum- und Tagesaufgaben
  • Eventsystem bietet die Möglichkeit, zusätzliche Belohnungen zu erspielen
  • Spezielle Arena für Heldenduelle
  • Achievements
  • Religionssystem
  • Nur Städte gleicher Entwicklungsstufe können überfallen werden. Städte der Stufe 1 genießen generellen Angriffsschutz
 
  • Im Gegensatz zu anderen Spielelementen ist der Handel später schwieriger zu erlernen und zu zeitaufwendig
  • Das Entweihen der Tempel anderer Spieler ist extrem wichtig, worauf allerdings vom Spiel hingewiesen werden sollte


FAZIT


86%
Terra Militaris hat es in sich. Von der isometrischen Optik her hat man fast den Eindruck, ein klassisches PC-Spiel zu spielen. Die Menüführung, die Epocheneinteilung, die vielen Gebäude, Forschungen und das Heldensystem bieten dem User unglaublich viele Handlungsmöglichkeiten. Insbesondere an der schön gestalteten, weil abwechslungsreichen Weltkarte sollten sich jene Aufbau-Strategiespiele ein Beispiel nehmen, welche die Positionen der Spieler mit zwei drei Grafiken einfallslos hin klatschen. Trotz der Fülle an Features gelingt der Spagat, dass mit wenig Zeit einiges erreicht werden kann. Wer mehr Zeit investieren möchte, kann jederzeit seine Helden trainieren und verschiedene Quest-Typen absolvieren. Negativ fallen lediglich einige spätere Spielelemente auf, die unzureichend erklärt werden. Schaut man sich die Fülle der Möglichkeiten und die Qualität der Bedienbarkeit an, so legt der Titel eine Glanzleistung hin.

  • Quelle: Redaktion

Unsere Wertung

Unterhaltung:
18
Einstieg:
17
Gameplay:
16
Technik:
17
Grafik:
18

Kurzinfo